Siemens Aktie: JPMorgan erhöht Kursziel auf 345 Euro
Siemens erweitert mit 200 Millionen Dollar seine US-Produktion für Rechenzentren und hebt nach einem Rekordquartal die Jahresprognose an.

- Rekordquartal mit bestem operativen Ergebnis
- Jahresprognose auf 11,20 bis 11,50 Euro angehoben
- Zwei neue US-Werke für Rechenzentrums-Elektrik
- Analysten erhöhen Kursziele auf bis zu 345 Euro
Siemens baut seine Präsenz im US-Markt für Rechenzentren aus. Der Technologiekonzern kündigte an, mehr als 200 Millionen US-Dollar in zwei neue Werke für die elektrische Ausrüstung von Rechenzentren zu investieren – konkret in Pendergrass im Bundesstaat Georgia und Grand Prairie in Texas. Reuters ordnete den Schritt als Reaktion auf die anhaltende Nachfrage aus dem KI-Infrastrukturmarkt ein.
Die Investitionsentscheidung fällt in eine Phase, in der Siemens gerade seine bislang stärkste Quartalszahl vorgelegt hat. Für das dritte Quartal des Geschäftsjahres 2025/26 meldete der Konzern laut Reuters den höchsten jemals erreichten Industrial Profit sowie den besten operativen Quartalswert der Unternehmensgeschichte.
Als Treiber nannte die Siemens-Pressemitteilung neben starken Geschäften in der Industrie- und Infrastruktursparte vor allem den KI- und Rechenzentrums-Boom. Auch Nettogewinn und Umsatz lagen laut Reuters über dem Vorjahresniveau, während sich die Ergebnismarge im Bereich Smart Infrastructure verbesserte.
Prognose deutlich angehoben
Auf Basis dieser Entwicklung hob Siemens die Jahresprognose an. Der Ausblick für den Gewinn je Aktie vor Kaufpreisallokationen für das Geschäftsjahr 2026 stieg auf eine Spanne von 11,20 bis 11,50 Euro, nachdem zuvor 10,70 bis 11,10 Euro in Aussicht gestellt worden waren.
Die Kombination aus Rekordergebnis und angehobener Guidance macht deutlich, dass Siemens den Ausbau der Rechenzentrums-Infrastruktur zunehmend als tragende Säule des Geschäfts begreift und mit den beiden neuen US-Werken die Kapazitäten für diesen Wachstumsmarkt gezielt erweitert.
Die Reaktion an der Börse fiel zunächst turbulent aus. Reuters berichtete, die Siemens-Aktie sei nach einem Rekordhoch am Vortag intraday um fast sechs Prozent gefallen, bevor sich der Kurs wieder stabilisierte.
Aktuell notiert das Papier bei 284,40 Euro und damit 2,4 Prozent unter seinem 52-Wochen-Hoch von 291,25 Euro, das Anfang August markiert wurde. Der kurzfristige Rückschlag nach den Zahlen erscheint damit inzwischen weitgehend verarbeitet – seit Jahresbeginn steht für die Aktie ein Plus von 19 Prozent.
Analysten sehen Aufwärtspotenzial
Mehrere Analysehäuser reagierten auf das Rekordquartal mit angehobenen Kurszielen. JPMorgan beließ Siemens auf „Overweight“ und setzte das Kursziel auf 345 Euro. UBS bestätigte die Einstufung „Buy“ und erhöhte ihr Kursziel ebenfalls auf 330 Euro. Etwas später, in der vergangenen Woche, folgte Bernstein Research mit einer Anhebung von 300 auf 330 Euro bei weiterhin bestätigtem „Outperform“-Rating.
Die Einschätzungen der Analysten laufen in eine ähnliche Richtung: Das Rekordergebnis im dritten Quartal und die angehobene Prognose gelten als Beleg dafür, dass Siemens vom Boom rund um KI-Infrastruktur und Rechenzentren überproportional profitiert.
Die milliardenschwere US-Investition in neue Produktionskapazitäten für Rechenzentrums-Elektrik unterstreicht, dass der Konzern dieses Wachstumsfeld nicht als kurzfristigen Trend, sondern als strategischen Schwerpunkt für die kommenden Jahre behandelt.
Siemens-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Siemens-Analyse vom 14. August liefert die Antwort:
Die neusten Siemens-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Siemens-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 14. August erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
Siemens: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...




