Siemens Aktie: JPMorgan sieht Aufwärtspotenzial

JPMorgan sieht nach Asien-Reise bestätigtes Aufwärtspotenzial für Siemens. Parallel dazu kämpft Siemens Mobility mit Stillstand der Skyline-Bahn in Frankfurt.

Die Kernpunkte:
  • Kaufempfehlung von JPMorgan bestätigt
  • Asiatische Investoren zeigen Optimismus
  • Skyline-Bahn in Frankfurt steht still
  • Reputationsrisiko für Siemens Mobility

Asiatische Investoren überraschen mit ungewöhnlich positiver Siemens-Einschätzung — und JPMorgan lässt sich davon bestätigen. Die US-Bank bestätigt ihre Kaufempfehlung mit einem Kursziel von 335 Euro.

Optimismus aus Fernost

JPMorgan-Analyst Phil Buller war diese Woche auf Investorentour in Asien. Sein Befund: Die dortigen Anleger sind grundsätzlich optimistisch, was die Dauerhaftigkeit der KI- und Rechenzentren-Thematik angeht. Bei Siemens fällt die Einschätzung dabei laut Buller „überraschenderweise äußerst positiv“ aus — ein Signal, das angesichts der zuletzt starken Bewertungen im Technologiesegment nicht selbstverständlich ist.

Kurzfristig zeigen sich asiatische Investoren allerdings skeptischer. Die bereits kräftige Positionierung in KI-nahen Aktien und deren Bewertungsniveaus geben zur Vorsicht Anlass. Für Siemens bedeutet das: Der Grundoptimismus ist da, aber die Messlatte liegt hoch.

Baustelle Frankfurter Flughafen

Abseits der Analystenrunde beschäftigt Siemens Mobility derzeit ein handfestes Technikproblem. Die neue Skyline-Bahn am Frankfurter Flughafen — eine vollautomatische Verbindung zwischen Terminal 3 und den übrigen Flughafenbereichen — steht seit Kurzem still. Die fahrerlosen Züge waren wiederholt auf der 5,6 Kilometer langen Strecke steckengeblieben, sodass der Betrieb aus Sicherheitsgründen eingestellt wurde.

Siemens Mobility ist für den technischen Betrieb verantwortlich und arbeitet gemeinsam mit Fraport-Experten an Systemanpassungen. Einen Zeitplan für die Wiederinbetriebnahme gibt es noch nicht — ob die Bahn rechtzeitig zu Beginn der hessischen Sommerferien wieder fährt, bleibt offen. Fraport setzt als Übergangslösung bis zu 20 Shuttlebusse ein.

Für Siemens ist der Vorfall kein kursrelevantes Ereignis, doch Reputationsrisiken in einem hochkarätigen Referenzprojekt sind nie ganz ohne Wirkung. Immerhin: Die bestehende Skyline-Bahn zwischen Terminal 1 und 2 läuft weiter reibungslos — das begrenzt den Schaden.

Mit dem JPMorgan-Kursziel von 335 Euro liegt der implizierte Aufwärtsspielraum je nach aktuellem Kursniveau im zweistelligen Prozentbereich. Die nächsten Quartalszahlen werden zeigen, ob der Optimismus der Fernost-Investoren fundamental unterfüttert ist.

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