Siemens Aktie: KI-Offensive greift

Siemens investiert 15 Milliarden Dollar in Akquisitionen und startet Technologiepartnerschaften, um mit einem KI-Betriebssystem die industrielle Fertigung zu revolutionieren.

Die Kernpunkte:
  • Partnerschaft mit NVIDIA für KI-gesteuerte Fabriken
  • Zwei Großakquisitionen für 15 Milliarden Dollar
  • Neue Software-Lösungen und Industrial Copilots geplant
  • Aktienrückkäufe und Quartalszahlen im Fokus

Siemens fährt ein milliardenschweres Investitionsprogramm und positioniert sich aggressiv als führender Anbieter im Bereich Industrial AI. Nach zwei Großakquisitionen im Wert von 15 Milliarden Dollar folgen nun weitreichende Technologiepartnerschaften mit NVIDIA und Microsoft. Der Münchner Konzern will damit die industrielle Fertigung grundlegend neu definieren.

Die wichtigsten Entwicklungen:

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  • NVIDIA-Partnerschaft für vollständig KI-gesteuerte Fabriken angekündigt
  • 15 Milliarden Dollar in Altair Engineering und Dotmatics investiert
  • Quartalszahlen am 12. Februar erwartet
  • Aktienrückkaufprogramm läuft planmäßig bis 2029

Das Industrial AI Operating System nimmt Form an

Auf der CES 2026 haben CEO Roland Busch und NVIDIA-Chef Jensen Huang das Kernprojekt der Partnerschaft vorgestellt: ein KI-Betriebssystem für die gesamte industrielle Wertschöpfungskette. Die Siemens-Elektronikfabrik in Erlangen dient noch 2026 als Pilotstandort für vollständig adaptive, KI-gesteuerte Fertigung.

Das Produktportfolio wächst rasant: Siemens bringt Mitte 2026 die neue Software-Lösung Digital Twin Composer auf den Markt, ergänzt um neun Industrial Copilots für verschiedene Produktionsanwendungen. NVIDIA-Technologie wie NIM und Nemotron AI-Modelle werden direkt in die Halbleiter-Design-Software integriert.

Konkrete Ergebnisse liefert bereits die Zusammenarbeit mit PepsiCo. Der Lebensmittelkonzern nutzt die Digital Twin-Technologie zur Simulation von Werksmodernisierungen und erzielt dabei 20 Prozent höheren Durchsatz. Bis zu 90 Prozent potenzieller Probleme werden vorab identifiziert, die Investitionsausgaben sinken um 10 bis 15 Prozent.

Zwei Großakquisitionen verdoppeln Softwaregeschäft

Die Übernahme von Altair Engineering für 10 Milliarden Dollar im März 2025 verschafft Siemens Zugang zu Spitzentechnologie in mechanischer Simulation und High-Performance Computing. Dotmatics folgte im Juli 2025 für 5,1 Milliarden Dollar und erweitert den adressierbaren Markt um 11 Milliarden Dollar im Life-Sciences-Bereich.

Besonders profitabel: Dotmatics erzielt bei über 300 Millionen Dollar Jahresumsatz eine bereinigte EBITDA-Marge von über 40 Prozent. Siemens beziffert die mittelfristigen Umsatzsynergien auf 100 Millionen Dollar jährlich, langfristig sollen über 500 Millionen Dollar erreicht werden.

Analysten erwarten weiteres Wachstum

Für das laufende Geschäftsjahr 2026 prognostizieren 22 Analysten im Konsens einen Umsatz von 83,31 Milliarden Euro – ein Plus von 5,6 Prozent. Der Gewinn je Aktie soll 11,22 Euro erreichen. Für 2027 rechnen Experten mit einem weiteren Sprung auf 88,78 Milliarden Euro Umsatz und 12,89 Euro Gewinn je Aktie.

Das Aktienrückkaufprogramm läuft derweil konsequent weiter. In der Woche vom 12. bis 18. Januar kaufte Siemens 179.369 eigene Aktien zu Durchschnittspreisen zwischen 257,30 und 260,77 Euro zurück. Seit Programmstart 2024 wurden insgesamt über 20,5 Millionen Aktien über Xetra zurückerworben.

Am 12. Februar folgt mit den Quartalszahlen für Oktober bis Dezember 2025 die nächste wichtige Weichenstellung. Zeitgleich findet die Hauptversammlung in der Münchner Olympiahalle statt.

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