Siemens Aktie: Rekordzahlen schlagen Erwartungen

Siemens meldet Rekordauftragseingang und hebt die Jahresprognose an. Smart Infrastructure treibt das Wachstum dank KI-Nachfrage.

Die Kernpunkte:
  • Rekordauftragseingang von 27,9 Milliarden Euro
  • Gewinnprognose für 2026 angehoben
  • Smart Infrastructure treibt Wachstum dank KI
  • Umsatz und Marge über Markterwartungen

27,9 Milliarden Euro Auftragseingang in einem einzigen Quartal — das hatte am Markt kaum jemand auf dem Zettel. Siemens legt Zahlen vor, die selbst optimistische Analysten überrascht haben, und schraubt die Gewinnprognose für das laufende Geschäftsjahr nach oben.

Auftragseingang und Ergebnis auf Rekordniveau

Im dritten Geschäftsquartal kletterte der Auftragseingang um 14 Prozent auf 27,9 Milliarden Euro. Analysten hatten im Schnitt mit einem stagnierenden Neugeschäft gerechnet — stattdessen sorgte vor allem die Sparte Smart Infrastructure für einen kräftigen Schub, getrieben von der Nachfrage nach Rechenzentren-Ausrüstung im Zuge des KI-Booms.

Der Umsatz wuchs vergleichbar um 8 Prozent auf gut 20,7 Milliarden Euro, ebenfalls über den Markterwartungen. Das Ergebnis im Industriegeschäft sprang um ein Viertel auf 3,5 Milliarden Euro. Die Marge kletterte auf 17,3 Prozent, deutlich über dem von Analysten erwarteten Wert von 15,8 Prozent.

Unter dem Strich blieben 2,6 Milliarden Euro hängen, ein Plus von 15 Prozent gegenüber dem Vorjahresquartal. Positiv wirkten sich dabei auch Zollrückerstattungen in den USA aus, die vor allem der Medizintechniktochter Siemens Healthineers zugutekamen. Vorstandschef Roland Busch sprach von einem „weiteren sehr erfolgreichen Quartal“ mit Rekordwerten bei Auftragseingang und Ergebnis.

Prognose für 2026 angehoben

Als Folge der starken Entwicklung hebt Siemens die Ergebnisprognose für das Geschäftsjahr 2025/2026 an. Das Ergebnis je Aktie vor Kaufpreiseffekten soll nun zwischen 11,20 und 11,50 Euro liegen, bislang hatte der Konzern 10,70 bis 11,10 Euro in Aussicht gestellt.

Der Umsatzausblick bleibt unverändert bei einem vergleichbaren Wachstum von 6 bis 8 Prozent — der Konzern geht dabei weiter davon aus, das obere Ende dieser Spanne zu erreichen. Für die Sparte Smart Infrastructure wurden sowohl die Umsatz- als auch die Margenerwartung angehoben: Das Wachstum soll nun bei 10 bis 11 Prozent liegen, die Marge bei 18,5 bis 19,5 Prozent.

Für Digital Industries und Mobility bleiben die bisherigen Zielspannen bestehen. Mit der angehobenen Prognose rückt das Ende des Geschäftsjahres Ende September 2026 stärker in den Fokus — dann zeigt sich, ob Siemens die neue obere Zielmarke von 11,50 Euro je Aktie tatsächlich erreicht.

Anzeige

Siemens-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Siemens-Analyse vom 6. August liefert die Antwort:

Die neusten Siemens-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Siemens-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 6. August erfahren Sie was jetzt zu tun ist.

Siemens: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...

Diskussion zu Siemens