Siemens Aktie: Renfe-Auftrag zu wenig?
Siemens erweitert die KI-Analyse mit NVIDIA und meldet Fortschritte bei Bahnprojekten; der Quartalsbericht folgt am 12. November.

- Aktie gibt im Technologiesektor 3,5 Prozent nach
- Siemens und NVIDIA erweitern KI-Zusammenarbeit
- Renfe wählt Siemens für 30 Züge
- Design von 61 Batteriezügen vorgestellt
Siemens geriet gestern in den Sog des schwachen Technologiesektors: Die Aktie verlor 3,5%. Reuters führte den europaweiten Ausverkauf auf erneute Sorgen über die Kosten und Renditen von Investitionen in künstliche Intelligenz zurück. Diese Bedenken kamen nach den Ergebnissen von Amazon und Intel auf.
Zusammenarbeit bei der Chipanalyse erweitert
Bei Siemens Digital Industries Software steht künstliche Intelligenz auch auf der operativen Agenda. Das Unternehmen und NVIDIA erweiterten am 21. Oktober ihre Zusammenarbeit um einen KI-gestützten Arbeitsablauf für die elektrothermische Analyse von 3D-Chips. Die Erweiterung betrifft damit die Untersuchung elektrischer und thermischer Eigenschaften dieser Chips.
Siemens stellte außerdem seine nächste Generation von Sinamics-G-Antrieben vor. Die neuen Antriebe sind für kontinuierliche Bewegungsanwendungen vorgesehen.
Bahnprojekte und Jahresausblick im Blick
Im Bahngeschäft wählte Renfe Siemens Medienberichten zufolge als bevorzugten Anbieter für 30 Hochgeschwindigkeitszüge aus. Renfe bezifferte den Auftrag einschließlich Wartung auf 1,22 Mrd. Euro. Hinzu kommt eine Option auf zehn weitere Züge; Siemens hat dabei den Status des bevorzugten Anbieters.
Ein weiteres Bahnprojekt betrifft das Netz Nordwestfalen: Siemens Mobility, Nahverkehr Westfalen-Lippe und Rock Rail stellten am Montag das Design von 61 batterieelektrischen Mireo-Plus-B-Zügen vor. Der schrittweise Ersatz der Dieselzüge soll im Dezember 2029 beginnen. Gegenstand der Vorstellung war das Design der Fahrzeuge für dieses Netz.
Der nächste angekündigte Finanztermin von Siemens ist der 12. November 2026. Dann veröffentlicht das Unternehmen die Ergebnisse für das vierte Quartal des Geschäftsjahres 2026. Zugleich ist die Veröffentlichung des Ausblicks für das Geschäftsjahr 2027 vorgesehen.
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