Siemens Aktie: Roboter-Fantasie verpufft

Siemens treibt Automatisierung und Software-Expansion voran, doch die Aktie notiert deutlich im Minus, da der Markt auf konkrete finanzielle Ergebnisse wartet.

Die Kernpunkte:
  • Demonstration humanoider Roboter auf Pekinger Tech-Konferenz
  • Erweiterte Partnerschaft mit Alibaba Cloud in China
  • Milliardenschwerer Zukauf von Life-Sciences-Softwareanbieter Dotmatics
  • Aktie verzeichnet deutliches Minus seit Jahresbeginn

Während Siemens in Peking humanoide Roboter über Fabrikböden steuert und Milliarden in neue Software-Sparten investiert, zeigen sich Anleger unbeeindruckt. Der Technologiekonzern treibt seine Automatisierungsstrategie mit Hochdruck voran. An der Börse honoriert das aktuell jedoch niemand.

Allianzen für die Fabrik der Zukunft

Auf dem jüngsten RXD Summit in Peking lieferte der Münchener Konzern einen konkreten Ausblick auf die nächste Stufe der industriellen Fertigung. Gemeinsam mit dem chinesischen Start-up Unitree demonstrierte Siemens, wie sich humanoide Roboter und fahrerlose Transportsysteme über die hauseigene Xcelerator-Plattform zentral koordinieren lassen.

Flankiert wurde diese Präsentation von einer erweiterten Partnerschaft mit Alibaba Cloud. Ziel ist es, Engineering-Software als Cloud-Dienst in China anzubieten und Alibabas KI-Sprachmodelle in die Siemens-Systeme zu integrieren. Gleichzeitig liefert Siemens die Infrastruktur für Alibabas riesige Rechenzentren und profitiert so direkt vom Ausbau der asiatischen KI-Wirtschaft.

Milliarden-Wette auf Life Sciences

Parallel zur Hardware- und Cloud-Offensive in Asien integriert das Unternehmen den 5,1 Milliarden US-Dollar schweren Zukauf von Dotmatics. Der in Boston ansässige Softwareanbieter für Forschung und Entwicklung im Life-Science-Bereich erweitert den adressierbaren Markt für Siemens schlagartig um elf Milliarden US-Dollar.

Im laufenden Geschäftsjahr soll die neue Tochtergesellschaft bereits über 300 Millionen US-Dollar Umsatz bei einer bereinigten EBITDA-Marge von mehr als 40 Prozent beisteuern. Langfristig kalkuliert das Management mit jährlichen Umsatzsynergien von einer halben Milliarde US-Dollar durch die Verknüpfung mit dem bestehenden Software-Portfolio.

Diskrepanz auf dem Kurszettel

Diese fundamentalen Weichenstellungen spiegeln sich im Marktwert des Unternehmens bislang nicht wider. Seit Jahresbeginn verzeichnet das Papier ein Minus von 11,89 Prozent und notiert aktuell bei 212,25 Euro. Der Markt preist die technologischen Fortschritte und strategischen Zukäufe derzeit aus. Um eine Trendwende bei der Aktie einzuleiten, erfordert es nun harte finanzielle Resultate und sichtbare Margensteigerungen aus den neu integrierten Geschäftsbereichen.

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