Siemens Aktie: Umbau in sieben Teilen
Siemens löst die Großsparten Digital Industries und Smart Infrastructure auf und schafft sechs bis sieben kleinere Einheiten. Die neue Finanzvorständin Veronika Bienert startet in dieser Umbauphase.

- Auflösung der beiden Großsparten Digital Industries und Smart Infrastructure
- Neue Finanzvorständin Veronika Bienert tritt Amt an
- Rekordauftragsbestand von 120 Milliarden Euro
- Angehobene Gewinnprognose für das laufende Geschäftsjahr
Siemens zerlegt seinen Konzernkern — und das gleich doppelt. Zum heutigen 1. April übernimmt Veronika Bienert offiziell das Amt der Finanzvorständin, während intern ein tiefgreifender Strukturwandel Gestalt annimmt.
Digital Industries und Smart Infrastructure vor der Auflösung
Das interne Programm trägt den Namen „One Tech Company“ und hat es in sich: Die beiden Großsparten Digital Industries und Smart Infrastructure sollen in ihrer bisherigen Form aufgelöst werden. Sechs bis sieben kleinere, agilere Geschäftsbereiche sollen an ihre Stelle treten. Das Ziel dahinter ist klar — Doppelstrukturen abbauen, das Softwaregeschäft stärken und die Vernetzung von physischer und digitaler Infrastruktur beschleunigen. Die Sparte Mobility bleibt von den Plänen unberührt. Über den genauen Zuschnitt der neuen Einheiten entscheidet der Aufsichtsrat voraussichtlich im Mai.
Bienert, die zuletzt das Service-Portfolio von Siemens Financial Services verantwortete, tritt die Nachfolge von Ralf P. Thomas in einer Phase an, in der der Konzern seinen Umbau mit operativer Rückendeckung vorantreibt. Analysten werten die angehobene EPS-Prognose für das laufende Geschäftsjahr — nun zwischen 10,70 und 11,10 Euro — als Beleg für die Stabilität des Kerngeschäfts.
Rekordauftragsbestand als Rückenwind
Hinzu kommt ein Auftragsbestand von 120 Milliarden Euro, mit dem Siemens in das zweite Quartal geht. Die Zahlen dazu folgen am 13. Mai. Auch technologisch setzt der Konzern heute ein Zeichen: Die neue Steuerungsgeneration LOGO! 9 startet in den Vertrieb — mit höherer Rechenleistung und verbesserten Sicherheitsstandards, ausgerichtet auf kleinere Industrieprojekte im Bereich Automatisierung.
Die Aktie notiert aktuell bei rund 212,85 Euro und liegt damit seit Jahresbeginn knapp zwölf Prozent im Minus — deutlich unter ihrem Januar-Hoch von 261,55 Euro. Wie der Markt den Konzernumbau letztlich bewertet, wird der Quartalsbericht im Mai zeigen. Bis dahin dürfte die Frage, wie viele der angekündigten Effizienzgewinne sich in den Zahlen niederschlagen, die Diskussion bestimmen.
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