Siemens Energy Aktie: 17,9 Milliarden Rekordauftrag erhalten

Siemens Energy steigert Aufträge, Umsatz und bereinigten Gewinn. Die Aktie bleibt unter dem 200-Tage-Schnitt, während der Jahresabschluss folgt.

Die Kernpunkte:
  • Auftragseingang erreicht 17,9 Milliarden Euro
  • Auftragspolster wächst auf 162 Milliarden
  • Siemens Gamesa arbeitet wieder profitabel
  • Aktie bleibt unter 200-Tage-Durchschnitt

Trotz eines prall gefüllten Auftragsbuchs und der Rückkehr des Windkraftgeschäfts in die Gewinnzone ringt der Energietechnikkonzern an der Börse um eine nachhaltige Erholung. Im Handel notiert das Papier heute bei 141,00 Euro und verzeichnet damit ein leichtes Minus von 0,09 Prozent. Marktteilnehmer wägen derzeit die starke operative Entwicklung gegen die vorangegangene Kurskonsolidierung ab.

Operativer Schub durch Großprojekte

Die operative Entwicklung verzeichnet deutliche Zuwächse. Der Auftragseingang erreichte einen Rekordwert von 17,9 Milliarden Euro, wodurch das gesamte Auftragspolster auf 162 Milliarden Euro angewachsen ist. Zugleich kletterte der Umsatz im Vorjahresvergleich um 18,5 Prozent.

Auch die Ertragskraft zog spürbar an: Der bereinigte Gewinn vor Sondereffekten belief sich auf 1,62 Milliarden Euro. Für zusätzliche Entlastung sorgt vor allem die Windkraftsparte Siemens Gamesa, die nach einer längeren Schwächephase wieder profitabel arbeitet.

Milliardeninvestitionen in die Netzinfrastruktur

Wesentliche Wachstumsimpulse liefert der beschleunigte Ausbau der Stromübertragungsnetze. So vergab der Netzbetreiber 50Hertz den Zuschlag für die Nordsee-Konverterplattform LanWin3. Siemens Energy übernimmt in dem Vorhaben die technische Ausrüstung für die Hochspannungs-Gleichstrom-Übertragung mit einer Kapazität von zwei Gigawatt.

Gemeinsam mit dem bereits vergebenen Schwesterprojekt LanWin6 beläuft sich das Gesamtvolumen für das zuständige Errichterkonsortium auf rund 2,5 Milliarden Euro. Die Konverteranlagen bündeln Offshore-Windstrom auf hoher See und transportieren die Energie über die Gleichstromtrasse NordOstLink zu den landseitigen Verbrauchszentren.

Technische Hürden vor dem Jahresabschluss

Trotz des operativen Rückenwinds bleibt das technische Bild im Handel anspruchsvoll. Die Aktie verharrt weiterhin unter ihrem 200-Tage-Durchschnitt von 152,67 Euro, der vielen Marktbeobachtern als maßgebliche Schwelle für eine tragfähige Trendwende gilt.

Gleichwohl bleiben die Erwartungen an den weiteren Jahresverlauf hoch. Die Konsensprognosen der Analysten beziffern das durchschnittliche Kursziel auf 194,80 Euro und rechnen für das Gesamtjahr mit einem Gewinn je Aktie von 4,45 Euro. Detaillierten Aufschluss über die Zielerreichung liefert der Konzern mit der Vorlage des vollständigen Jahresabschlusses am 11. November.

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