Siemens Energy Aktie: 200 Euro Kursziel der Deutschen Bank

Deutsche Bank sieht Siemens Energy dank margenstarkem Servicebereich und Aktienrückkauf gut aufgestellt. Fokus liegt auf Q3-Zahlen.

Die Kernpunkte:
  • Servicegeschäft liefert hohe Margen
  • Kursziel von 200 Euro bestätigt
  • Milliarden-Rückkaufprogramm gestartet
  • Gamesa-Sanierung bleibt zentraler Hebel

Der Markt für Gaskraftwerke weckt bei vielen Investoren Sorgen vor Überkapazitäten. Die Deutsche Bank sieht das völlig anders. Analysten rücken einen oft übersehenen Teil von Siemens Energy in den Fokus. Das lukrative Servicegeschäft liefert die wahren Margen.

Margenbringer abseits der Kraftwerke

Deutsche Bank Research bestätigt die Kaufempfehlung für den Energietechnikkonzern. Das Kursziel bleibt bei 200,00 Euro. Analyst Gael de-Bray hält die Ängste vor einem Überangebot bei Gaskraftwerken für übertrieben. Der Grund: Das reine Neugeschäft mit Kraftwerken macht nur rund 15 Prozent des Gesamtumsatzes aus.

Viel wichtiger ist der margenstarke Servicebereich. Dieser wird vom Kapitalmarkt laut den Experten noch immer unterschätzt. Parallel dazu bleibt die Sanierung der Windkrafttochter Gamesa der zentrale Hebel für die Bewertung.

Milliarden-Rückkauf und neue Partner

Der Vorstand treibt derweil die Pflege des Aktienkurses voran. Seit Anfang Juni läuft eine frische Tranche des Aktienrückkaufprogramms. Bis Ende September will Siemens Energy eigene Papiere für bis zu eine Milliarde Euro erwerben.

Auch strategisch sichert sich das Unternehmen ab. Beim Börsengang der ASTA Energy Solutions AG stieg der Konzern als Ankeraktionär ein. Das Ziel: Wichtige Bauteile für die Stromübertragung fest an sich binden. Das stärkt die eigenen Ausbaupläne im Netzgeschäft.

Blick auf den August

Am Markt reagieren Anleger heute leicht positiv. Die Aktie klettert um gut ein Prozent auf 158,10 Euro. Trotz eines schwächeren letzten Monats steht seit Jahresbeginn ein sattes Plus von 28,75 Prozent auf der Kurstafel.

Am 5. August müssen operative Fortschritte diese Bewertung stützen. Dann präsentiert Siemens Energy die Zahlen zum dritten Quartal. Investoren fokussieren sich dabei auf den freien Cashflow. Das Management peilt hier für das Gesamtjahr rund acht Milliarden Euro an.

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