Siemens Energy Aktie: 3 Milliarden für nächste Rückkauf-Tranche

Siemens Energy treibt Aktienrückkäufe dank Rekordaufträgen und starkem Cashflow massiv voran. Aktionäre profitieren direkt.

Die Kernpunkte:
  • Erste Rückkauf-Tranche erfolgreich abgeschlossen
  • Operativer Cashflow steigt um 42 Prozent
  • Rückkaufvolumen auf drei Milliarden Euro erhöht
  • Aktienkurs legt seit Jahresbeginn 41 Prozent zu

Siemens Energy drückt bei der Gewinnausschüttung aufs Tempo. Unerwartet hohe Mittelzuflüsse veranlassen das Management, das laufende Aktienrückkaufprogramm massiv zu beschleunigen. Für Aktionäre bedeutet das einen direkten Profit aus den vollen Auftragsbüchern des Energietechnikkonzerns.

Erste Tranche im Kasten

Der Konzern hat den ersten Teil seines Rückkaufprogramms erfolgreich abgeschlossen. Zwischen März und Mitte Mai sammelte das Unternehmen rund 12,6 Millionen eigene Papiere über die Börse ein. Das entspricht knapp 1,5 Prozent des Grundkapitals. Der durchschnittliche Kaufpreis lag bei 158,50 Euro je Aktie. Die Anteilsscheine fließen nun in Mitarbeiterprogramme oder dienen der Kapitalherabsetzung.

Möglich macht diesen Schritt eine enorme operative Stärke. Im zweiten Quartal kletterte der operative Cashflow vor Steuern um satte 42 Prozent auf knapp zwei Milliarden Euro. Haupttreiber für diese Entwicklung sind hohe Anzahlungen der Kunden. Der Auftragseingang erreichte zuletzt ein Rekordniveau von 17,7 Milliarden Euro.

Rekordaufträge fluten die Kassen

Als Konsequenz zieht Siemens Energy eine geplante Tranche vor. Das Rückkaufvolumen für die nächste Phase steigt damit auf bis zu drei Milliarden Euro. Langfristig bleibt der Vorstand auf Kurs. Bis zum Jahr 2028 sollen insgesamt zehn Milliarden Euro an die Anteilseigner zurückfließen, wovon der Großteil für weitere Aktienrückkäufe reserviert ist.

Stabiles Netzgeschäft stützt den Kurs

Am Markt kommt die Kapitalallokation gut an. Seit Jahresbeginn verzeichnet das Papier einen Zuwachs von über 41 Prozent und notiert aktuell bei rund 173 Euro.

Während das Netzgeschäft dank massiver Investitionen großer Betreiber floriert, trüben Unsicherheiten in der Offshore-Windenergie das Bild. Berichte über den Rückzug großer Energiekonzerne aus deutschen Projekten belasten die Stimmung in diesem Segment. Siemens Energy federt diese Risiken aktuell durch die starke Dynamik in der Stromübertragung und ein stabiles konventionelles Servicegeschäft ab.

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