Siemens Energy Aktie: 40 Gigawatt Offshore-Lücke bis 2030

Siemens Energy warnt vor Kapazitätsabbau in der Windsparte, während das Gasturbinengeschäft durch KI-Rechenzentren boomt.

Die Kernpunkte:
  • Windkraftsparte warnt vor Auftragslücke
  • KI-Boom treibt Gasturbinen-Nachfrage an
  • Aktie erholt sich trotz Warnungen
  • Breakeven-Ziel für 2026 bestätigt

Starker Kontrast bei Siemens Energy. Während das Geschäft mit Gasturbinen dank Künstlicher Intelligenz boomt, schlägt die Windkraftsparte Alarm. Das Management warnt offen vor einem Kapazitätsabbau in Europa. An der Börse reagieren Investoren nach jüngsten Verlusten dennoch gelassen.

Fehlende Aufträge bei Siemens Gamesa

Vinod Philip leitet das Windkraftgeschäft. Am Donnerstag äußerte er große Sorge über die langfristige Auftragslage in Europa. Ab 2028 drohen Streichungen in den Werken. Der Grund ist eine gewaltige Lücke bei den Ausbauzielen der Europäischen Union.

Bis 2030 fehlen rund 40 Gigawatt an installierter Offshore-Leistung. Die gesamte Lieferkette hat bereits Milliarden investiert. Bleiben neue Großaufträge aus, droht ein harter Verdrängungswettbewerb.

Trotz dieser dunklen Wolken am Horizont hält der Konzern an seinem Finanzziel fest. Im Geschäftsjahr 2026 soll die Problemsparte die Gewinnschwelle erreichen.

Rechenzentren befeuern das Turbinengeschäft

Ein völlig anderes Bild zeigt sich in der konventionellen Energieerzeugung. Der Ausbau von Rechenzentren für Künstliche Intelligenz treibt die Nachfrage nach Gasturbinen massiv an. CEO Christian Bruch liefert dazu beeindruckende Zahlen.

Aufträge von sogenannten Hyperscalern machen bereits ein Viertel des Auftragsbestands im Turbinensegment aus. Besonders in den USA arbeiten die Werke an der Belastungsgrenze. Der amerikanische Markt steht für 40 Prozent des Weltmarktes.

Die Folge: Siemens Energy plant nun einen weiteren Ausbau der Fertigungskapazitäten bis zum Jahr 2030. Parallel dazu sorgen geopolitische Spannungen für zusätzliche Ausschreibungen im Bereich der Energiesicherheit.

Aktie verteidigt Aufwärtstrend

An der Börse notiert das Papier aktuell bei 151,00 Euro. Damit setzt die Aktie ihre Erholung nach den jüngsten geopolitischen Turbulenzen fort. Seit Jahresbeginn steht ein solides Plus von knapp 23 Prozent auf der Anzeigetafel.

Der Kurs verläuft weiterhin deutlich über der langfristigen 200-Tage-Linie. Mit 136,35 Euro stützt dieser gleitende Durchschnitt den aktuellen Aufwärtstrend. Analysten sehen obendrein weiteres Potenzial für den DAX-Titel.

Berenberg ruft ein Kursziel von 225 Euro auf. Das durchschnittliche Expertenziel liegt bei rund 195 Euro.

Der nächste Finanzbericht wird konkrete Daten zur Profitabilität von Siemens Gamesa liefern. Zeigt die Windkraftsparte hier erste Fortschritte, rückt das Breakeven-Ziel für 2026 in greifbare Nähe.

Anzeige

Siemens Energy-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Siemens Energy-Analyse vom 12. Juni liefert die Antwort:

Die neusten Siemens Energy-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Siemens Energy-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 12. Juni erfahren Sie was jetzt zu tun ist.

Siemens Energy: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...

Diskussion zu Siemens Energy