Siemens Energy Aktie: 8-Milliarden-Markt für SF6-Ersatz

Rekordanteil erneuerbarer Energien und EU-Verbot von SF6 eröffnen Siemens Energy ein Milliarden-Geschäftsfeld.

Die Kernpunkte:
  • Rekordwert von 58 Prozent Ökostrom
  • EU verbietet Isoliergas SF6
  • Milliardenmarkt für grüne Schaltanlagen
  • Aktie mit 31 Prozent Jahresplus

Erneuerbare Energien dominieren den deutschen Strommix wie nie zuvor. Das erste Halbjahr 2026 brachte einen Rekordanteil von 58 Prozent. Für Siemens Energy ist das mehr als nur eine gute Nachricht aus der Politik. Es ist der Startschuss für lukrative Aufträge.

An der Börse reagieren Investoren aktuell etwas verhalten. Das Papier gibt am Donnerstag leicht nach und notiert bei 160,30 Euro. Ein Minus von knapp einem Prozent. Dennoch glänzt die Aktie auf Jahressicht. Seit Januar steht ein kräftiges Plus von rund 31 Prozent auf der Anzeigetafel.

Druck auf das Stromnetz steigt

Frische Daten der Branchenverbände belegen den rasanten Ausbau. Windkraft auf See legte um stolze 28 Prozent zu. Auch Solaranlagen verzeichnen einen massiven Zuwachs von mehr als acht Gigawatt. Dieser Boom zwingt Netzbetreiber zum Handeln. Sie müssen die schwankenden Strommengen sicher in ihre Netze integrieren.

Genau hier kommt der Münchener Konzern ins Spiel. Siemens Energy liefert die nötigen Netzanschlüsse und Transformatoren. Die Branche fordert nun schnellere Genehmigungen für den Netzausbau. Das würde die Auftragsbücher des Unternehmens noch schneller füllen.

Ein neuer Milliardenmarkt

Parallel dazu eröffnet die EU-Politik ein lukratives Geschäftsfeld. Brüssel verbietet ab sofort das extrem klimaschädliche Isoliergas SF6 in Mittelspannungsanlagen. Netzbetreiber müssen ihre Infrastruktur massiv umrüsten. Siemens Energy positioniert sich in diesem Bereich als führender Anbieter von umweltfreundlichen Schaltanlagen.

Das globale Volumen für diese neuen Lösungen schätzen Experten auf acht Milliarden US-Dollar. Bis 2034 soll sich dieser Markt sogar verdoppeln. Der Wettbewerb schläft allerdings nicht. Konkurrenten wie ABB, Schneider Electric und der chinesische Rivale Daqo bringen ebenfalls neue Umspannwerke auf den europäischen Markt.

Technisch zeigt sich die Aktie momentan in einer neutralen Zone. Der Kurs pendelt knapp unterhalb der 50-Tage-Linie. Analysten blicken nun gespannt auf die kommenden Quartalszahlen. Das Management muss dann beweisen, wie profitabel es den riesigen Auftragsbestand in echten Umsatz verwandelt.

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