Siemens Energy Aktie: Auftragseingang auf 17.749 Mio. Euro
Siemens Energy hebt Jahresprognose dank starkem Grid-Geschäft an, während die Windtochter Gamesa weiter Verluste schreibt.

Rekordaufträge, eine verdoppelte Free-Cashflow-Prognose — und mittendrin eine Windkrafttochter, die noch immer Geld verbrennt. Das zweigeteilte Bild aus dem zweiten Quartal 2026 erklärt, warum die Aktie zuletzt so volatil reagiert hat.
Grid Technologies zieht das Ergebnis nach oben
Die Ad-hoc-Mitteilung vom 23. April lieferte auf Konzernebene starke Zahlen. Der Auftragseingang kletterte auf knapp 17,75 Mrd. Euro — rund 29,5 Prozent mehr als im Vorjahr und deutlich über dem Analystenkonsens von 15,6 Mrd. Euro. Der Gewinn nach Steuern stieg auf 835 Mio. Euro, nach 501 Mio. Euro im Vorjahreszeitraum.
Treiber ist die Sparte Grid Technologies. Der Auftragseingang dort legte um 32,4 Prozent auf fast 8,9 Mrd. Euro zu — der Konsens lag bei 7,3 Mrd. Euro. Der Hunger nach Netzinfrastruktur für KI-Rechenzentren dürfte diese Dynamik auch in den kommenden Quartalen stützen.
Gamesa bleibt strukturelle Bremse
Siemens Gamesa liefert ein anderes Bild. Der Auftragseingang der Windkrafttochter lag bei 846 Mio. Euro — weit unter dem erwarteten Wert von rund 1,36 Mrd. Euro. Der Free Cashflow vor Steuern verschlechterte sich auf minus 654 Mio. Euro, nach minus 333 Mio. Euro im Vorjahr.
Das operative Ergebnis vor Sondereffekten verbesserte sich zwar auf minus 44 Mio. Euro, die Marge stieg von minus 9,2 auf minus 1,7 Prozent. Für das Gesamtjahr peilt Gamesa den Break-even an — erreichbar, aber nicht gesichert.
Prognoseanhebung mit klarer Ansage
Trotz der Gamesa-Schwäche erhöhte das Management die Jahresziele deutlich. Das Umsatzwachstum soll nun 14 bis 16 Prozent erreichen, nach bisher 11 bis 13 Prozent. Die operative Marge wird zwischen 10 und 12 Prozent erwartet. Besonders auffällig: Der Free Cashflow vor Steuern soll auf rund 8 Mrd. Euro steigen — das alte Ziel lag bei 4 bis 5 Mrd. Euro.
Parallel läuft ein Aktienrückkaufprogramm mit einem Volumen von bis zu 6 Mrd. Euro bis Ende 2028. Die erste Tranche von bis zu 2 Mrd. Euro endet im September 2026.
Die Aktie notiert aktuell bei rund 174,90 Euro, ein Plus von knapp 0,8 Prozent auf Tagesbasis. Im Jahresverlauf hat das Papier bereits über 42 Prozent zugelegt — der Rücksetzer nach der Meldung Ende April ist damit vorerst weitgehend aufgeholt.
Am 12. Mai veröffentlicht Siemens Energy den vollständigen Quartalsbericht. Dann werden vor allem die detaillierten Cashflow-Zahlen zeigen, ob die angehobene Prognose auf belastbaren Grundlagen steht — oder ob Gamesa die Rechnung erneut komplizierter macht.
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