Siemens Energy Aktie: Cashflow-Prognose auf 8 Milliarden verdoppelt

Siemens Energy hebt Jahresprognose deutlich an: Der freie Cashflow soll sich auf rund acht Milliarden Euro verdoppeln.

Die Kernpunkte:
  • Cashflow-Prognose auf acht Milliarden Euro verdoppelt
  • Grid Technologies treibt Wachstum massiv an
  • Milliardenauftrag für Gasturbinen aus Taiwan
  • Aktie stabilisiert sich nach jüngster Korrektur

Siemens Energy dreht auf. Der Energietechnikkonzern hat die Prognose für das laufende Geschäftsjahr 2026 massiv nach oben geschraubt. Im Zentrum steht der freie Cashflow – der soll sich nahezu verdoppeln.

Acht Milliarden Euro: Verdopplung beim Cashflow

Statt der bisher geplanten 4 bis 5 Milliarden Euro erwartet das Management nun rund 8 Milliarden Euro Free Cashflow vor Steuern. Das ist kein gradueller Schritt, sondern ein Sprung. Dahinter steckt die wachsende Fähigkeit, den hohen Auftragsbestand in Bares zu verwandeln.

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Auch die anderen Kennzahlen zeigt der Konzern nach oben:
Umsatzwachstum: 14 bis 16 Prozent (zuvor 11 bis 13 Prozent)
Ergebnis-Marge: 10 bis 12 Prozent (zuvor 9 bis 11 Prozent)
Nettogewinn: rund 4 Milliarden Euro – das obere Ende der bisherigen Spanne

Grid Technologies und ein Milliardenauftrag in Taiwan

Der große Treiber: die Sparte Grid Technologies. Sie profitiert vom globalen Netzausbau und der hohen Nachfrage nach Transformatoren, vor allem in den USA. Die Wachstumsprognose liegt jetzt bei 25 bis 27 Prozent, die operative Marge soll bis zu 20 Prozent erreichen.

Hinzu kommt ein schwerer Auftrag aus Taiwan. Siemens Energy liefert HL-Klasse Gasturbinen und langfristige Serviceleistungen für zwei neue Kraftwerksblöcke mit 2.400 Megawatt Leistung. Die Anlage soll Ende 2029 ans Netz – und dann rund fünf Prozent des taiwanischen Stroms liefern. Für Anleger zählen vor allem die wiederkehrenden Erlöse aus den Serviceverträgen.

Kurs stabilisiert sich nach Korrektur

Die Aktie notiert am Montag bei 163,10 Euro, ein leichtes Plus von 0,3 Prozent. Zuvor war das Papier von einem Rekordhoch bei 188 Euro (April 2026) zurückgekommen und zeitweise unter 160 Euro gerutscht. Nun hat sich der Kurs über der 100-Tage-Linie bei 159,10 Euro stabilisiert. Auf Jahressicht steht ein Plus von knapp 33 Prozent.

Der Analystenkonsens bleibt bullisch: 13 von 14 Experten raten zum Kauf, das durchschnittliche Kursziel liegt bei knapp 192 Euro.

Juni-Termine und Q3-Zahlen

Das Management geht jetzt auf Tour. Ab Dienstag stehen Termine beim Berenberg Innovation Seminar in Zürich sowie Roadshows in München, Kopenhagen und Stockholm an. Am 17. Juni folgt die J.P. Morgan European Industrials Conference. Themen: der Turnaround bei der Windtochter Siemens Gamesa und die langfristige Dividendenstrategie. Die nächsten Quartalszahlen für Q3 2026 werden am 5. August veröffentlicht.

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