Siemens Energy Aktie: Dampfturbinen für Rolls-Royce SMR
Siemens Energy konkretisiert die Turbinenfertigung für Rolls-Royce SMR. Analysten bleiben positiv, während die Aktie unter dem 50-Tage-Mittel liegt.

- Turbinenbauteile entstehen künftig in Newcastle
- Konkrete Auftragssumme bleibt weiterhin offen
- JPMorgan bestätigt 245-Euro-Kursziel
- Aktie notiert unter dem 50-Tage-Mittel
Siemens Energy baut seine Rolle im britischen Kernenergiegeschäft aus. Wie Anfang September bekannt wurde, wird das Unternehmen konkrete Dampfturbinen-Komponenten für die Kleinkernreaktoren von Rolls-Royce SMR fertigen. Die zugrundeliegende exklusive Partnerschaft zwischen beiden Unternehmen besteht bereits seit Februar 2025 – neu ist nun die Konkretisierung auf die eigentliche Bauteilfertigung in Newcastle.
Konkreter Auftrag folgt auf Rahmenvereinbarung
Für Anleger ist die Nachricht ein Signal dafür, dass die vor anderthalb Jahren geschlossene Kooperation im britischen SMR-Programm nun in operative Aufträge mündet. Kleinkernreaktoren gelten in Großbritannien als Baustein der Energiewende, und Siemens Energy positioniert sich mit der Turbinenfertigung als industrieller Zulieferer dieses Programms. Konkrete Auftragsvolumina wurden nicht genannt.
Analysten bleiben grundsätzlich positiv
Anfang September bewegten sich auch die Einschätzungen der Analysten. JPMorgan bestätigte die Einstufung „Overweight“ mit einem Kursziel von 245 Euro, nachdem Analysten des Hauses Gespräche mit Vorstandschef Christian Bruch geführt hatten. Jefferies senkte im gleichen Zeitraum das Kursziel von 215 auf 210 Euro, beließ die Aktie aber auf „Buy“. Beide Einschätzungen liegen damit deutlich über dem aktuellen Kursniveau.
Kurs unter dem 50-Tage-Durchschnitt
Die Aktie schloss am Freitag bei 143,92 Euro, ein Plus von 2,3 Prozent. Auf Sicht von 30 Tagen steht dennoch ein Rückgang von 12 Prozent zu Buche, seit Jahresbeginn liegt das Papier weiterhin mit 20 Prozent im Plus.
Der aktuelle Kurs notiert rund 4,7 Prozent unter dem 50-Tage-Durchschnitt von 150,96 Euro – ein Hinweis darauf, dass sich der kurzfristige Trend noch nicht gedreht hat, auch wenn die charttechnische Erholung vom Freitag ein erstes positives Signal setzt.
Ausblick
Die Kombination aus konkretisierten Aufträgen im Nuklearsegment und weiterhin optimistischen, wenn auch nicht mehr taufrischen Analystenzielen stützt die These, dass Siemens Energy operativ auf mehreren Feldern gleichzeitig vorankommt – im Netzausbau, in der Kernenergie-Zulieferung und in der geplanten Verselbstständigung der Sparte Transformation of Industry unter der Marke Omterra.
Für die kurzfristige Kursentwicklung dürfte jedoch weiterhin entscheidend sein, ob sich der Rückgang der vergangenen Wochen stabilisiert oder fortsetzt.
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