Siemens Energy Aktie: Dividenden-Comeback

Siemens Energy schüttet erstmals seit Jahren wieder eine Dividende aus und meldet einen Rekordauftragsbestand von 146 Milliarden Euro. Das Unternehmen startet zudem ein milliardenschweres Aktienrückkaufprogramm.

Die Kernpunkte:
  • Erste Dividendenausschüttung seit mehreren Jahren
  • Rekordauftragsbestand von 146 Milliarden Euro
  • Aktienrückkaufprogramm von bis zu 6 Milliarden Euro
  • Windkrafttochter Gamesa bleibt strategischer Zankapfel

Siemens Energy vollzieht nach Jahren der Durststrecke die historische Rückkehr zur Dividende – gepaart mit einem Rekordauftragsbestand von 146 Milliarden Euro und einem milliardenschweren Aktienrückkaufprogramm. Doch während das Management seinen Turnaround feiert, schwelt hinter den Kulissen ein erbitterter Strategiestreit um die Windkrafttochter Gamesa. Kann der Energietechnik-Konzern seine operative Stärke in allen Sparten beweisen?

Erste Dividende seit Jahren

Auf der Hauptversammlung in Berlin stimmten die Aktionäre mit überwältigender Mehrheit für eine Ausschüttung von 0,70 Euro je Aktie – die erste Dividende seit mehreren Jahren. Die Auszahlung entspricht 50 Prozent des bereinigten Nettogewinns und markiert das vorläufige Ende einer Phase, die Aufsichtsratschef Joe Kaeser als einen der erfolgreichsten Turnarounds im DAX bezeichnete.

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Das operative Fundament dafür ist beeindruckend: Im ersten Quartal des Geschäftsjahres 2026 kletterte der Auftragseingang auf 17,6 Milliarden Euro, getrieben durch einen Rekordwert bei Gas Services mit 102 gebuchten Gasturbinen – das stärkste Quartal in der Unternehmensgeschichte. Der Auftragsbestand erreichte einen Höchststand von 146 Milliarden Euro bei einem Book-to-Bill-Verhältnis von 1,82.

Gas Services und KI-Infrastruktur treiben Wachstum

Der Umsatz stieg auf vergleichbarer Basis um 12,8 Prozent auf 9,7 Milliarden Euro. Besonders Grid Technologies legte mit einem Plus von 26,9 Prozent vor, Gas Services folgte mit 13,9 Prozent. CEO Christian Bruch kündigte ein Investitionsprogramm von einer Milliarde US-Dollar für amerikanische Standorte an – darunter zwei Ausbildungszentren und 1.500 neue Arbeitsplätze. Der amerikanische Strommarkt, befeuert durch den Energiehunger von Rechenzentren und KI-Anwendungen, wachse schneller als alle anderen Regionen.

Der Gewinn vor Sonderposten kletterte auf 1,159 Milliarden Euro nach 481 Millionen Euro im Vorjahr. Der Free Cashflow vor Steuern verdoppelte sich nahezu auf 2,869 Milliarden Euro, unterstützt durch Kundenvorauszahlungen und günstige Timing-Effekte.

Gamesa bleibt Unsicherheitsfaktor

Die Windkrafttochter Siemens Gamesa reduzierte ihren operativen Verlust im ersten Quartal auf 46 Millionen Euro, verglichen mit 374 Millionen Euro im Vorjahr. Das Unternehmen strebt weiterhin die Gewinnschwelle für das Geschäftsjahr 2026 an – doch genau hier entzündet sich der Konflikt.

Der US-Aktivistinvestor Ananym argumentiert, dass selbst ein restrukturiertes Windgeschäft dauerhaft die Erträge belasten würde. Das Management erhält jedoch Rückendeckung von institutionellen Großinvestoren wie DWS, Deka Investment und Union Investment, die sich laut Reuters gegen eine sofortige Trennung positioniert haben.

Ambitionierte Ziele und Aktienrückkauf

Für das Gesamtjahr 2026 peilt Siemens Energy ein Umsatzwachstum von 11 bis 13 Prozent an, eine Gewinnmarge vor Sonderposten von 9 bis 11 Prozent sowie einen Free Cashflow vor Steuern von 4 bis 5 Milliarden Euro. Bis Ende des Geschäftsjahres 2028 sollen eigene Aktien im Wert von bis zu 6 Milliarden Euro zurückgekauft werden.

Für 2028 hob das Management seine Margenziele auf 14 bis 16 Prozent an – zuvor lagen sie bei 10 bis 12 Prozent. Das jährliche Umsatzwachstum soll im niedrigen zweistelligen Bereich liegen.

Am 12. Mai folgen die Quartalszahlen. Ob Siemens Gamesa tatsächlich die Gewinnschwelle erreicht, wird dabei zum entscheidenden Signal – ein Verfehlen dürfte den Druck für eine Trennung vom Windgeschäft massiv erhöhen.

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