Siemens Energy Aktie: Gamesa-Abspaltung möglich?
Siemens Energy verzeichnet Rekordgewinn im Kerngeschäft, während die Windkrafttochter Gamesa weiterhin Verluste schreibt und unter Abspaltungsdruck steht.

- Windkrafttochter Gamesa nähert sich der Gewinnschwelle
- Kerngeschäft mit verdreifachtem Nettogewinn
- Siemens AG reduziert Anteil deutlich
- Analysten heben Kursziele an
Nach einem Allzeithoch von 170,86 Euro hat die Siemens Energy Aktie in dieser Woche Luft abgelassen. Aktuell kostet das Papier 164,96 Euro — ein Rückgang von gut drei Prozent gegenüber dem Vortag. Der eigentliche Stresstest steht allerdings noch aus.
Gamesa nähert sich dem Break-even — aber langsam
Die Windkrafttochter Siemens Gamesa bleibt der kritische Faktor. Im Geschäftsjahr 2025 häufte sie noch einen operativen Verlust von 1,36 Milliarden Euro an. Im ersten Quartal 2026 schrumpfte dieser auf 46 Millionen Euro. Das erste Halbjahr wird noch negativ ausfallen. Siemens Energy setzt auf eine deutliche Erholung im zweiten — und hält offiziell an der Prognose fest, im laufenden Geschäftsjahr die Gewinnschwelle zu erreichen.
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Verbesserte Produktivität im Offshore-Segment und höhere Servicerentabilität im Onshore-Bereich treiben den Fortschritt. Das Tempo reicht manchen Investoren nicht.
Aktivist Ananym Capital hatte bereits im Dezember 2025 eine Abspaltung der Windsparte gefordert. Das Argument: Gamesa bremse die Bewertung des Kerngeschäfts. Gelingt der Break-even im Gesamtjahr nicht, dürfte dieser Druck erheblich zunehmen.
Kerngeschäft auf Rekordkurs
Abseits von Gamesa läuft das restliche Geschäft stark. Im ersten Quartal 2026 stiegen die Neuaufträge um 33 Prozent auf 17,6 Milliarden Euro. Der Umsatz legte um 12,8 Prozent auf 9,7 Milliarden Euro zu. Der Nettogewinn verdreifachte sich auf 746 Millionen Euro — getragen von Gas Services, Grid Technologies und der anhaltenden Rechenzentrumskonjunktur. Der Auftragsbestand kletterte auf einen Rekord von 146 Milliarden Euro.
Finanzchefin Maria Ferraro rechnet mit einer Zollbelastung im niedrigen dreistelligen Millionen-Euro-Bereich für 2026 — weniger als die rund 200 Millionen Euro des Vorjahres. Möglich macht das ein Netz aus 28 Produktionsstandorten in den USA.
Für das Gesamtjahr plant Siemens Energy ein Umsatzwachstum von 11 bis 13 Prozent, eine Gewinnmarge zwischen 9 und 11 Prozent sowie einen Nettogewinn von 3 bis 4 Milliarden Euro.
Siemens AG zieht sich zurück — J.P. Morgan hebt Kursziel an
Ein struktureller Wandel verändert die Aktionärsbasis. Die Siemens AG hat ihren Anteil von 14,96 auf 5,54 Prozent reduziert — ein Transaktionsvolumen von 3,8 Milliarden Euro. Marktbeobachter werten dies als letzten großen Schritt der Entflechtung, die 2020 mit dem Börsengang begann. Der Streubesitz wächst erheblich, die Handelsliquidität dürfte steigen.
J.P. Morgan hob das Kursziel von 160 auf 200 Euro an und lobte die Margenentwicklung. Die Deutsche Bank sieht das Ziel bei 180 Euro. Barclays bleibt deutlich konservativer. Die breite Kurszielspanne zeigt, wie unterschiedlich Analysten das Gamesa-Risiko einpreisen.
Am 12. Mai legt Siemens Energy die Q2-Zahlen vor. Sie werden zeigen, wie nah Gamesa dem Break-even wirklich ist — und ob der Abspaltungsdruck von Ananym Capital an Fahrt gewinnt.
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