Siemens Energy Aktie: Gamesa-Debatte

Große Aktionäre wie DWS und Deka lehnen eine schnelle Abspaltung von Siemens Gamesa ab. Sie setzen auf die Stabilisierung der Verlustsparte, bevor strategische Schritte geprüft werden.

Die Kernpunkte:
  • Großinvestoren bremsen Forderungen nach schnellem Spin-off
  • Priorität liegt auf Stabilisierung und Profitabilitätssteigerung
  • Aktivistischer Investor drängt auf Abspaltung unter Bedingungen
  • Hauptversammlung als nächster Prüfstein für Strategie

Bei Siemens Energy rückt die Zukunft der Windkrafttochter Siemens Gamesa wieder in den Mittelpunkt. Mehrere große Investoren bremsen dabei Forderungen nach einer schnellen Abspaltung – und stellen sich hinter den Sanierungskurs des Managements. Der nächste Prüfstein steht bereits fest: die Hauptversammlung in Berlin.

Großinvestoren setzen auf Sanierung

DWS, Deka Investment und Union Investment haben sich laut einem Reuters-Bericht von vor drei Tagen gegen eine rasche Abspaltung von Siemens Gamesa positioniert. Ihre Kernbotschaft: Erst muss die verlustreiche Einheit stabilisiert und die Profitabilität spürbar verbessert werden, bevor strategische Schritte wie ein Spin-off Sinn ergeben.

DWS-Fondsmanager Tobias Klaholz (Anteil laut LSEG: 1,84%) nennt die Stabilisierung und eine „signifikante“ Profitabilitätsverbesserung als kurzfristige Priorität. Eine Abspaltung hält er aktuell für verfrüht, schließt eine mittelfristige Überprüfung der Sparte aber nicht aus.

Auch Deka Investment (rund 0,88%) stützt die Linie der Restrukturierung. Deka-Vertreter Ingo Speich verweist jedoch auf einen möglichen Wendepunkt: Sollten neue, wesentliche Belastungen auftreten, könnte die Zukunft der Windsparte breiter neu diskutiert werden. Union Investment wiederum sieht Siemens Gamesa als wichtigen Baustein der Turnaround-Story und erkennt derzeit keinen Bedarf für eine Abspaltung.

Aktivist drängt – aber mit Bedingungen

Auslöser der aktuellen Diskussion ist der aktivistische Investor Ananym Capital, der im Dezember 2025 eine Beteiligung offengelegt hatte und seitdem eine Abspaltung fordert. Ananym sieht Siemens Gamesa als eigenständiges Unternehmen bei einem möglichen Wert von 10 Milliarden US-Dollar.

Gleichzeitig räumt Ananym-Mitgründer Charlie Penner ein, dass die Sparte zunächst gestärkt werden müsse. Der Vorstand solle aus seiner Sicht aber entschlossen handeln, sobald sich Siemens Gamesa der Profitabilität nähere.

Zahlen, Zielmarke und nächster Termin

Die Ausgangslage bleibt angespannt: Siemens Gamesa meldete für das Geschäftsjahr 2025 einen Verlust von 1,36 Milliarden Euro. Für das laufende Jahr hat das Management die Gewinnschwelle als Ziel ausgegeben. CEO Christian Bruch hatte Anfang Februar zudem betont, die Abspaltungsidee habe grundsätzlich Berechtigung – Priorität habe aber die Restrukturierung.

Konkret dürfte das Thema schon nächste Woche auf die Bühne kommen: Auf der Hauptversammlung am 26. Februar wird die strategische Ausrichtung der Windsparte voraussichtlich ein zentrales Diskussionsthema sein. Rückenwind verschafft dem Management laut Reuters dabei die zuletzt positive Kursentwicklung – getragen vom Geschäft mit Gasturbinen und Netzinfrastruktur, das von der Nachfrage nach Stromversorgung für KI-Technologien profitiert.

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