Siemens Energy Aktie: Gamesa-Entscheidung vertagt

Siemens Energy verschiebt die strategische Entscheidung über seine Windsparte Gamesa bis 2028. Bis dahin soll die Profitabilität wiederhergestellt werden, während die Aktie nahe Rekordständen notiert.

Die Kernpunkte:
  • Konzernchef Bruch setzt 2028 als Ziel für Klarheit
  • Windsparte soll zunächst zweistellige Margen erreichen
  • Großinvestor Deka spricht sich gegen Verkauf aus
  • Aktie notiert weiterhin nahe Allzeithoch

Die Siemens Energy-Aktie bewegt sich weiterhin in Rekordnähe – am Donnerstag kletterte sie im XETRA-Handel zeitweise auf 170,40 Euro und liegt damit nur knapp unter ihrem erst am Mittwoch erreichten Allzeithoch von 171,65 Euro. Doch während die Börse feiert, sorgt die Windkrafttochter Gamesa weiter für Diskussionen.

Bruch will bis 2028 Klarheit schaffen

Konzernchef Christian Bruch machte auf der Hauptversammlung in Berlin deutlich: Eine Entscheidung über die Zukunft von Gamesa fällt frühestens 2028. „Spätestens 2028 will ich Visibilität haben, dass zweistellige Margen möglich sind“, erklärte er vor den Aktionären. Bis dahin soll die aktuell noch verlustträchtige Windsparte zunächst in die Gewinnzone zurückkehren und anschließend eine operative Marge von 3 bis 5 Prozent erreichen.

Der aktivistische Investor Ananym hatte im Dezember seine Beteiligung öffentlich gemacht und eine Überprüfung des Windgeschäfts gefordert. Seine These: Eine Abspaltung würde den Anlegern mehr Rendite bringen. Auch ein Aktionär auf der Hauptversammlung schlug in diese Kerbe.

Rückendeckung von Großinvestor

Doch Bruch erhielt prominente Unterstützung. Ingo Speich von der Fondsgesellschaft Deka Investment stellte sich klar gegen einen raschen Verkauf: „Um es klar zu sagen: Ein Verkauf von Gamesa zum jetzigen Zeitpunkt käme einem Verkauf unter Wert gleich.“ Die Argumentation: Aktuell sei nicht der richtige Moment für strategische Weichenstellungen – zunächst müsse die Profitabilität wiederhergestellt werden.

Die Börse scheint Bruchs Strategie zu honorieren. Mit einem Plus von 0,21 Prozent auf 169,70 Euro am Donnerstag bleibt die Aktie in Schlagdistanz zu neuen Höchstständen. Für die kommenden zwei Jahre dürfte das Thema Gamesa allerdings ein ständiger Begleiter bleiben – bis 2028 die Zahlen sprechen.

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