Siemens Energy Aktie: Jefferies senkt Ziel auf 210 Euro

Jefferies reduziert das Ziel für Siemens Energy auf 210 Euro, während drei Analysehäuser trotz Konzernumbau positiv zur Aktie stehen.

Die Kernpunkte:
  • Jefferies setzt Kursziel auf 210 Euro
  • JPMorgan nennt 245 Euro als Ziel
  • Abspaltung der Industriesparte bewilligt
  • Omterra-Zusammenführung schrittweise angekündigt

Jefferies hat das Kursziel für Siemens Energy am Mittwoch von 215 auf 210 Euro gesenkt, die Einstufung „Buy“ aber bestätigt. Die Anpassung reiht sich in eine Serie von Analystenurteilen ein, die zu Wochenbeginn veröffentlicht wurden und ein gemischtes, aber insgesamt konstruktives Bild zeichnen.

Bereits am Dienstag zuvor hatte JPMorgan die Einstufung „Overweight“ mit einem Kursziel von 245 Euro bestätigt – dem höchsten Wert unter den drei genannten Häusern. Deutsche Bank Research kam zum selben Zeitpunkt auf „Buy“ bei einem Kursziel von 210 Euro, identisch mit der nun von Jefferies angesetzten Marke.

Die Spanne zwischen 210 und 245 Euro signalisiert, dass die Analysten trotz unterschiedlicher Erwartungen an das operative Geschäft insgesamt von deutlichem Aufwärtspotenzial ausgehen.

Strukturwandel im Konzern als Hintergrund

Die Kurszielanpassungen fallen in eine Phase tiefgreifender Umbauten bei Siemens Energy. Der Aufsichtsrat hatte die milliardenschwere Abspaltung der Sparte „Transformation of Industry“ mit dem Dampfturbinen- und Wasserstoffgeschäft bewilligt, wie Handelsblatt berichtete.

Zusätzlich hatte das Unternehmen im Juli angekündigt, Siemens Energy und Siemens Gamesa Renewable Energy künftig unter der neuen Marke „Omterra“ zusammenzuführen; der Rebranding-Prozess soll im weiteren Jahresverlauf schrittweise starten.

Für Anleger bedeutet dieser Umbau eine grundlegende Neuausrichtung des Konzerns, dessen Konturen sich erst in den kommenden Monaten vollständig abzeichnen dürften. Die Analysten scheinen diese strukturellen Weichenstellungen in ihre Kurszielmodelle bereits eingepreist zu haben, ohne dass sich daraus bislang ein einheitliches Kursziel ableiten lässt.

Kurs bewegt sich unter dem Jahreshoch

Die Aktie schloss am Montag bei 148,00 Euro und liegt damit rund 24 Prozent unter ihrem 52-Wochen-Hoch vom 24. April. Diese Distanz zum Rekordniveau relativiert die teils deutlich höheren Kursziele der Analysten – selbst das konservativste Ziel von 210 Euro würde gegenüber dem aktuellen Niveau ein erhebliches Aufholpotenzial bedeuten.

Die divergierenden Einschätzungen der drei Häuser spiegeln letztlich unterschiedliche Annahmen darüber wider, wie schnell sich die angekündigten Strukturmaßnahmen in operativen Erfolgen niederschlagen. Während JPMorgan mit 245 Euro das ambitionierteste Ziel setzt, bleiben Jefferies und Deutsche Bank Research mit ihren übereinstimmenden 210 Euro vorsichtiger.

Gemeinsam ist allen drei Einschätzungen jedoch die positive Grundtendenz: Kein Haus hat die Kaufempfehlung infrage gestellt, trotz der leichten Zielsenkung bei Jefferies. Für Investoren bleibt damit die Frage im Raum, ob die angekündigte Abspaltung der Industriesparte und das Omterra-Rebranding die operative Substanz stärken, die diese Kursziele rechtfertigen soll.

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