Siemens Energy Aktie: Kurs stürzt nach Abspaltungsplänen
Siemens Energy meldet kräftiges Wachstum und Rekordaufträge, während die geplante Abspaltung und die Kursschwäche Anleger verunsichern.

- Aktie verliert am Montag 4,7 Prozent
- Abspaltung von Transformation of Industry geplant
- Quartalsumsatz steigt auf 11,4 Milliarden Euro
- Auftragseingang erreicht neuen Höchstwert
Die Aktie von Siemens Energy gerät am heutigen Montag erneut unter Druck. Das Papier fällt um 4,7 Prozent auf 142,22 Euro, nachdem es am Freitag noch bei 149,28 Euro geschlossen hatte. Damit setzt sich eine Talfahrt fort, die bereits in der vergangenen Woche begonnen hatte, als der Konzern die geplante Abspaltung seiner Sparte Transformation of Industry bekanntgab.
Abspaltung sorgt weiter für Verunsicherung
Die Ankündigung, wonach Siemens Energy die Sparte mit rund 17.000 Mitarbeitern und einem Umsatz von 5,7 Milliarden Euro im Jahr 2025 bei einer Marge von 11,3 Prozent verselbstständigen will, treibt Anleger weiterhin um. Mehrere Finanzinvestoren sollen Interesse an der Sparte bekundet haben, darunter CVC, EQT, Bain, Brookfield und KKR.
Eine endgültige Entscheidung über Käufer oder Struktur der Abspaltung steht offenbar noch aus, was am Markt für anhaltende Unsicherheit sorgt. Der Kurs bewegt sich mittlerweile rund 27 Prozent unter dem 52-Wochen-Hoch von 195,38 Euro, das er im April markiert hatte.
Hinzu kommt Nervosität um Äußerungen von SpaceX zu Turbinenblättern, die laut Marktbeobachtung ebenfalls zur Schwäche der Aktie beigetragen haben. Der Titel zählte am Montag zu den schwächsten Werten im DAX, der insgesamt um rund 0,6 Prozent auf gut 26.400 Punkte nachgab, belastet auch von steigenden Ölpreisen nach einem US-Angriff auf Iran und wachsenden Erwartungen an eine EZB-Zinserhöhung.
Operatives Geschäft bleibt robust
Dabei steht die jüngste Kursschwäche in deutlichem Kontrast zur operativen Entwicklung. Im dritten Quartal steigerte Siemens Energy den Umsatz um 18,5 Prozent auf 11,4 Milliarden Euro.
Das Ergebnis legte um 63,6 Prozent auf 1,56 Milliarden Euro zu, das Ergebnis vor Sondereffekten lag bei 1,62 Milliarden Euro. Der Auftragseingang im Quartal erreichte mit 17,9 Milliarden Euro einen Rekordwert, der Auftragsbestand kletterte auf 162 Milliarden Euro – ebenfalls ein Höchststand.
Diese Diskrepanz zwischen starken operativen Zahlen und schwacher Kursentwicklung dürfte Anleger in den kommenden Wochen weiter beschäftigen. Der technische Zustand der Aktie signalisiert derweil deutliche Verkaufsneigung: Der RSI notiert bei 38, das Papier liegt mit 7,7 Prozent unter dem 50-Tage-Durchschnitt und auch unter der 200-Tage-Linie. Die annualisierte Volatilität von 52 Prozent über die vergangenen 30 Handelstage unterstreicht die Nervosität rund um den Titel.
Ausblick auf die kommenden Monate
Auf Jahressicht steht die Aktie trotz der jüngsten Rücksetzer noch mit einem Plus von 59 Prozent da, seit Jahresbeginn beträgt das Plus 18 Prozent. Ob sich die Abspaltungspläne als Belastung oder langfristig als Fokussierung auf margenstärkere Geschäftsbereiche erweisen, dürfte sich erst in den kommenden Monaten zeigen.
Die nächsten Geschäftszahlen für das vierte Quartal will Siemens Energy am 11. November vorlegen – dann dürfte auch der Stand der Abspaltungsverhandlungen ein zentrales Thema für Investoren sein.
Siemens Energy-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Siemens Energy-Analyse vom 31. August liefert die Antwort:
Die neusten Siemens Energy-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Siemens Energy-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 31. August erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
Siemens Energy: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...




