Siemens Energy Aktie: Nahost-Risiko verpufft

Eine diplomatische Waffenruhe im Nahen Osten reduziert die geopolitischen Risiken für Siemens Energy erheblich und entlastet das profitable Gasturbinengeschäft, das stark von der Region abhängt.

Die Kernpunkte:
  • Aktienkurs springt nach Waffenruhe-Meldung um 11 Prozent
  • Gasturbinen-Geschäft mit 35 Prozent Aufträgen aus Nahost
  • Auftragsbestand erreicht Rekordwert von 146 Milliarden Euro
  • Fokus bleibt auf Profitabilität der Windkrafttochter Gamesa

Eine überraschende diplomatische Wende im Nahen Osten räumt schlagartig eine der größten Sorgen für Siemens Energy aus dem Weg. Durch die vereinbarte Waffenruhe zwischen den USA und dem Iran entspannt sich die Lage für das hochprofitable Gasturbinengeschäft des Konzerns. Marktbeobachter hatten hier zuletzt spürbare Bremsspuren befürchtet.

Die Erleichterung der Anleger spiegelte sich am Mittwoch unmittelbar auf dem Parkett wider: Der Kurs sprang um 11,09 Prozent auf 166,02 Euro. Auslöser war die unter pakistanischer Vermittlung zustande gekommene Einstellung der Feindseligkeiten, die auch den Libanon einschließt. Für den Anlagenbauer ist dies weitaus mehr als nur eine positive Randnotiz der Weltpolitik. Im vergangenen Jahr stammten beachtliche 35 Prozent des Auftragseingangs für Gasturbinen aus nahöstlichen Staaten.

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Milliarden-Exposure im Fokus

Das regionale Engagement in Höhe von rund neun Milliarden Euro galt als potenzielles Risiko. Analysten warnten, dass eine Umschichtung staatlicher Haushalte zugunsten von Militärausgaben wichtige Investitionen in neue Energie-Infrastruktur verzögern könnte. Zudem drohten Serviceausfälle durch einen eingeschränkten Zugang zu den Kundenstandorten. Erst kürzlich hatte Morgan Stanley die Aktie genau wegen dieser geopolitischen Gefahren von seiner Liste bevorzugter Investments gestrichen.

Volle Auftragsbücher und ein Sorgenkind

Mit der nun einsetzenden Entspannung rückt das starke operative Fundament wieder in den Vordergrund. Das Basisgeschäft brummt: Die Gasturbinen-Kapazitäten sind bereits bis 2028 vollständig ausgebucht. Im ersten Quartal schob sich der gesamte Auftragsbestand auf einen Rekordwert von 146 Milliarden Euro, während sich der Nettogewinn auf 746 Millionen Euro fast verdreifachte.

Dennoch bleibt die Windkrafttochter Siemens Gamesa der entscheidende Faktor für die weitere Margenentwicklung. Das Management steuert für das Gesamtjahr den operativen Break-even an, nachdem der Verlust im abgelaufenen Quartal auf 46 Millionen Euro eingedämmt werden konnte. Der nächste wichtige Stichtag ist der 12. Mai 2026: Bei der Präsentation der Quartalszahlen rücken der Fortschritt bei der Profitabilität von Gamesa sowie die Entwicklung des freien Cashflows in den direkten Fokus der Märkte.

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