Siemens Energy Aktie: Prognose auf 14–16 Prozent Wachstum erhöht

Starkes Halbjahr mit angehobener Prognose, doch die Windkrafttochter Gamesa muss im zweiten Halbjahr liefern.

Die Kernpunkte:
  • Auftragseingang übertrifft Erwartungen deutlich
  • Grid Technologies treibt Umsatzwachstum an
  • Gamesa weiterhin mit roten Zahlen
  • Aktienrückkauf von bis zu 6 Milliarden Euro

Am 12. Mai legt Siemens Energy seinen vollständigen Halbjahresbericht vor. Die Zahlen selbst sind weitgehend bekannt — die eigentliche Frage ist, ob Siemens Gamesa den Turnaround hält.

Starke Zahlen, gespaltenes Bild

Die vorläufigen Quartalszahlen für das zweite Quartal 2026 sind beeindruckend. Der Auftragseingang kletterte auf 17,75 Milliarden Euro — ein vergleichbares Wachstum von 29,5 Prozent, weit über dem Konsens von 15,63 Milliarden Euro. Treiber war Grid Technologies mit einem Auftragsplus von 41 Prozent.

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Der Umsatz stieg vergleichbar um 8,9 Prozent auf 10,3 Milliarden Euro. Das Nettoergebnis legte auf 835 Millionen Euro zu, nach 501 Millionen Euro im Vorjahr.

Gamesa schreibt in der ersten Jahreshälfte weiter rote Zahlen. Das Management setzt auf eine starke Erholung im zweiten Halbjahr, getragen vom Offshore-Bereich. Ein ambitionierter Plan — und einer, den Investoren am 12. Mai genau unter die Lupe nehmen werden.

Prognose deutlich angehoben

Auf Basis des starken Halbjahres hob der Konzern seine Jahresziele spürbar an. Das vergleichbare Umsatzwachstum soll nun 14 bis 16 Prozent erreichen, die bereinigte Marge 10 bis 12 Prozent. Beim Gewinn nach Steuern peilt das Management rund 4 Milliarden Euro an.

Besonders ambitioniert sind die Ziele für Grid Technologies: 25 bis 27 Prozent Umsatzwachstum, Margen zwischen 18 und 20 Prozent. Das Netzgeschäft trägt den Konzern — vorerst.

Parallel läuft ein Aktienrückkaufprogramm von bis zu 6 Milliarden Euro bis Ende 2028, die erste Tranche von bis zu 2 Milliarden Euro noch in diesem Geschäftsjahr. Zusammen mit Dividenden sollen in zwei Jahren rund 10 Milliarden Euro an Aktionäre fließen.

Gamesa als Prüfstein

Das Management hat den operativen Breakeven der Windkraftsparte als explizite Bedingung für die bestätigte Jahresprognose genannt. Verfehlt Gamesa diese Vorgabe, droht ein Rückschlag — trotz aller Stärke im Netzgeschäft.

19 von 21 Analysten empfehlen die Aktie zum Kauf, das durchschnittliche Kursziel liegt bei rund 179 Euro. Die Aktie selbst notiert nach ihrem Allzeithoch von 188 Euro Ende April derzeit bei rund 181 Euro und konsolidiert. Ob die Bewertung trägt, entscheidet sich am 12. Mai — dann zeigt sich, wie belastbar der Gamesa-Turnaround wirklich ist.

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