Siemens Energy Aktie: Roadshow München am Dienstag

Nach Kursverlusten startet Siemens Energy eine Roadshow. Starke Quartalszahlen und positive Prognosen für Grid Technologies stützen die Aktie.

Die Kernpunkte:
  • Roadshow in München und Skandinavien
  • Gewinn im zweiten Quartal gestiegen
  • Grid Technologies mit starkem Wachstum
  • Aktie erholt sich leicht

Der Energietechnik-Konzern kann sich leicht erholen. Die Aktie notiert am Montag bei 158,80 Euro, ein Plus von knapp zwei Prozent. Doch der Schritt nach oben bleibt vorsichtig. Auf 30-Tage-Sicht verliert das Papier rund elf Prozent.

Seit Jahresanfang liegt Siemens Energy noch immer 29 Prozent im Plus. Auf zwölf Monate gerechnet sind es sogar 84 Prozent. Das Hoch aus April bei 195,54 Euro ist aber 19 Prozent entfernt. Der RSI von 40,8 signalisiert keine Überhitzung.

Roadshow-Runde gibt den Takt vor

Die nächsten Tage sind dicht getaktet. Am Dienstag startet eine Roadshow in München. Tags darauf folgen Termine in Kopenhagen und Stockholm. Am 17. Juni steht die J.P. Morgan European Industrials Conference an, einen Tag später das ODDO BHF London Forum.

Für Anleger geht es um eine Frage: Was sagt das Management zu Nachfrage, Margen und Netzinfrastruktur? Nach der Korrektur warten viele auf neue Orientierung. Die nächsten Quartalszahlen erscheinen erst am 5. August. Bis dahin liefern die Investorengespräche die entscheidenden Signale.

Zahlenbasis bleibt stark

Die Erwartungen ruhen auf solidem Fundament. Im zweiten Quartal 2026 stieg der Gewinn nach Steuern auf 835 Millionen Euro – ein Plus von zwei Dritteln im Jahresvergleich. Der Free Cashflow vor Steuern legte auf knapp zwei Milliarden Euro zu.

Der Konzern rechnet für das Gesamtjahr mit einem Umsatzplus von 14 bis 16 Prozent. Die operative Marge soll zwischen 10 und 12 Prozent liegen. Der freie Cashflow vor Steuern wird bei rund acht Milliarden Euro gesehen.

Grid Technologies bleibt der Star

Ein Schwerpunkt der Story ist die Netztechnik-Sparte. Siemens Energy erwartet dort ein Umsatzwachstum von 25 bis 27 Prozent. Die operative Marge soll bei 18 bis 20 Prozent liegen. Der steigende Strombedarf durch Elektrifizierung und Rechenzentren treibt das Geschäft.

Die geplante Übernahme der Camlin Group passt ins Bild. Siemens Energy will damit seine Fähigkeiten bei Netzmonitoring und Datenanalyse ausbauen. Die finanziellen Details blieben ungenannt.

Technisch noch nicht durchstartend

Die Aktie notiert leicht unter dem 100-Tage-Durchschnitt von 160,44 Euro. Vom 50-Tage-Mittel bei 168,48 Euro ist sie knapp sechs Prozent entfernt. Der 200-Tage-Durchschnitt von 135,57 Euro liegt dagegen klar darunter – ein Zeichen für den grundsätzlich intakten Aufwärtstrend.

Die Erholung hat begonnen. Ob sie trägt, entscheidet sich an den kommenden Tagen. Die Roadshow in München am Dienstag ist der nächste Fixpunkt.

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