Siemens Energy Aktie: Strahlende Finanzzahlen!

Die UBS hebt ihre Bewertung von Siemens Energy drastisch an und sieht geopolitische Risiken gebannt sowie starken Rückenwind durch den steigenden KI-Strombedarf.

Die Kernpunkte:
  • UBS erhöht Kursziel von 38 auf 175 Euro
  • Politische Einigung in Grönland beseitigt Zollrisiken
  • Steigender Strombedarf durch KI als Wachstumstreiber
  • Aktie notiert nahe 52-Wochen-Hoch bei hohem RSI

Eine politische Einigung in Grönland und ein radikaler Kurswechsel der UBS sorgen zum Wochenende für neuen Schwung bei Siemens Energy. Die Schweizer Großbank hebt ihr Kursziel auf ein Niveau, das selbst optimistische Szenarien übertrifft – und setzt damit ein starkes Signal für die weitere Entwicklung. Wie begründet die Bank diesen Schritt, und was bedeutet das für die ohnehin schon heiße Aktie?

UBS mit Kurszielsprung auf 175 Euro

Am Samstag veröffentlichte UBS-Analyst Christopher Leonard eine deutlich überarbeitete Studie zu Siemens Energy. Die Einstufung wurde von „Sell“ direkt auf „Buy“ angehoben. Noch auffälliger ist die Anpassung des Kursziels: von bislang 38 Euro auf nun 175 Euro.

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Damit vervierfacht die UBS ihr Ziel und setzt sich klar an die Spitze der optimistischen Stimmen im Markt. Auf Basis des Xetra-Schlusskurses vom Freitag bei 141,75 Euro entspricht das einem zusätzlichen theoretischen Aufwärtspotenzial von rund 23 Prozent.

Die Aktie war bereits mit Rückenwind ins Wochenende gegangen. Am Freitag legte der Titel um 3,09 Prozent zu und schloss nur minimal unter dem jüngsten 52‑Wochen-Hoch von 141,84 Euro. Auffällig: Der Kurs notiert inzwischen rund 40 Prozent über dem 200‑Tage-Durchschnitt – ein Zeichen für einen sehr dynamischen Aufwärtstrend.

Die Fakten im Überblick

  • UBS stuft von „Sell“ auf „Buy“ hoch
  • Kursziel-Anhebung von 38 auf 175 Euro
  • Geopolitische Einigung zu Grönland beseitigt Zollrisiken
  • Erwarteter Zusatzeffekt durch steigenden Strombedarf aus KI und Rechenzentren
  • Kurs plus 15,4 Prozent seit Jahresanfang, rund 140 Prozent auf 12‑Monats-Sicht
  • RSI von 85,4 signalisiert kurzfristig einen überkauften Zustand

Grönland-Deal und KI-Nachfrage als Wendepunkt

Die Neubewertung der UBS fußt im Kern auf zwei Faktoren, die das Risiko-Ertrags-Profil von Siemens Energy aus Sicht der Analysten deutlich verbessert haben.

1. Wegfall von Zollrisiken durch Grönland-Einigung
Als Haupttreiber nennt UBS die jüngste politische Einigung im Zusammenhang mit Grönland. Diese Einigung verhindert drohende Strafzölle, die das Geschäft mit Windkraftanlagen und Turbinen deutlich belastet hätten. Die Bank sieht damit ein wesentliches geopolitisches Risiko ausgeräumt, das bislang wie ein Unsicherheitsfaktor auf der Bewertung lag.

2. Rückenwind durch KI-getriebenen Stromhunger
Zusätzlich erwartet die UBS einen starken operativen Schub durch den weltweit steigenden Strombedarf von Rechenzentren und Anwendungen der Künstlichen Intelligenz. Siemens Energy wird dabei als wichtiger Profiteur gesehen – vor allem über ein zunehmendes Auftragsvolumen bei Gasturbinen und verbesserte Margen.

Die Bank geht davon aus, dass die operativen Ergebnisse des Konzerns bis 2030 um bis zu 9 Prozent über dem derzeitigen Marktkonsens liegen könnten. Diese Perspektive bildet den fundamentalen Unterbau für das deutlich erhöhte Kursziel.

Auch die in den USA gehandelten ADRs reagierten bereits deutlich: Sie schlossen den Freitag mit einem Plus von 5,15 Prozent und spiegelten damit die wachsende Zuversicht der Investoren wider.

Analystenlandschaft: UBS setzt die Spitze

Die neue Einschätzung der UBS steht im Kontext einer zunehmend positiven Analystenstimmung, ragt aber durch ihre Höhe klar heraus. Sie liegt nun über den bereits optimistischen Kurszielen anderer Häuser:

  • J.P. Morgan bestätigte zuletzt ein „Overweight“-Rating mit Kursziel 160 Euro.
  • RBC Capital Markets erhöhte am 13. Januar ihr Ziel von 136 auf 150 Euro und stufte den Titel als „Top Pick“ im europäischen Kapitalgütersektor für 2026 ein.

Damit wird die starke Kursentwicklung der vergangenen Monate auch fundamental unterlegt. Auf 12‑Monats-Sicht hat die Aktie rund 140 Prozent zugelegt. Mit der deutlichen Ausweitung der Marktkapitalisierung in den dreistelligen Milliardenbereich hat sich Siemens Energy im DAX als Schwergewicht etabliert.

Allerdings spiegelt sich der Optimismus auch in der Bewertung wider: Ein KGV von über 60 für das laufende Jahr zeigt, dass der Markt bereits viel Wachstum einpreist. Der RSI von 85,4 weist zudem auf eine kurzfristig überkaufte Situation hin – die Rally ist intakt, aber der Spielraum für Rücksetzer nimmt zu.

Ausblick: Fokus auf Zahlen im Februar

Charttechnisch bestätigt der Schlusskurs vom Freitag nahe am 52‑Wochen-Hoch den starken Aufwärtstrend. Solange Kurse oberhalb von rund 140 Euro verteidigt werden, bleibt der Weg nach oben aus Sicht vieler Marktbeobachter grundsätzlich offen.

Der nächste zentrale Termin steht bereits fest: Am 11. Februar 2026 will Siemens Energy die Zahlen für das abgelaufene Quartal vorlegen. Dann wird sich zeigen, inwieweit sich die von der UBS erwarteten Margenverbesserungen bereits in den Ergebnissen widerspiegeln. Bestätigen die Zahlen den eingeschlagenen Kurs, könnte das die jüngsten Kursziele der großen Banken zusätzlich stützen; Enttäuschungen würden dagegen den stark gelaufenen Titel anfällig für Korrekturen machen.

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