Siemens Energy Aktie: Streit um Aufspaltung

Die Aktie notiert auf Rekordhoch, während Aktionäre über eine mögliche Abspaltung von Siemens Gamesa abstimmen. Das Management sieht sich durch starke Quartalszahlen und Rekordaufträge bestätigt.

Die Kernpunkte:
  • Aktionäre stimmen über Abspaltung von Siemens Gamesa ab
  • Operativer Verlust der Windkrafttochter deutlich reduziert
  • Rekordauftragsbestand von 146 Milliarden Euro
  • Sechs-Milliarden-Euro-Rückkaufprogramm angekündigt

Die Kursrallye ist atemberaubend, doch hinter den Kulissen brodelt es. Während die Aktie von Siemens Energy auf einem neuen Rekordhoch notiert, blicken Anleger mit Spannung auf den morgigen Donnerstag. Auf der Hauptversammlung in Berlin geht es nicht nur um die Dividende, sondern um eine fundamentale Richtungsentscheidung: Soll die Windkraftsparte Gamesa abgespalten werden oder bleibt der Konzern integriert?

Druck von Aktivisten, Rückendeckung von Fonds

Der US-Aktivistinvestor Ananym Capital fordert lautstark die Abspaltung der problembehafteten Tochter Siemens Gamesa, um Wertpotenziale zu heben. Doch das Management erhält gewichtige Unterstützung. Große deutsche Anteilseigner wie DWS, Deka und Union Investment erteilten einem voreiligen Spin-off eine Absage. Ihre Position ist klar: Die defizitäre Sparte muss erst operativ stabilisiert werden, bevor strategische Optionen auf den Tisch kommen.

Dass die Sanierung greift, zeigen die jüngsten Zahlen. Der operative Verlust bei Gamesa verringerte sich im ersten Quartal drastisch auf 46 Millionen Euro – ein gewaltiger Fortschritt gegenüber dem Minus von 374 Millionen Euro im Vorjahr. Das Ziel für das laufende Geschäftsjahr bleibt der Break-even.

Rekordaufträge treiben den Kurs

Die operative Stärke des Gesamtkonzerns untermauert den aktuellen Börsenlauf. Die Aktie kletterte zuletzt auf 169,85 Euro und markierte damit ein neues 52-Wochen-Hoch. Ein Treiber ist der rekordhohe Auftragsbestand von 146 Milliarden Euro. Besonders das Segment Gas Services glänzte im ersten Quartal mit dem besten Ergebnis der Geschichte, während die Sparte Grid Technologies vom Boom der Rechenzentren profitiert.

Diese fundamentale Entwicklung spiegelt sich in der Bewertung wider: Der Gewinn nach Sondereffekten verdoppelte sich im ersten Quartal auf über eine Milliarde Euro. Allerdings deutet der RSI von 85,4 auf eine kurzfristige Überhitzung hin, was die Sensibilität für Nachrichten von der Hauptversammlung erhöhen könnte.

Milliarden für Rückkauf und US-Expansion

Neben der operativen Wende setzt Siemens Energy auf aggressive Kapitalmaßnahmen. Bereits im März 2026 soll ein Aktienrückkaufprogramm mit einem Volumen von bis zu 6 Milliarden Euro starten. Parallel dazu investiert der Konzern eine Milliarde US-Dollar in den Ausbau der amerikanischen Produktionskapazitäten, um die dortige Nachfrage nach Netzinfrastruktur zu bedienen.

Für Einkommensorientierte Anleger ist der Zeitplan eng getaktet: Die vorgeschlagene Dividende von 0,70 Euro je Aktie wird am Donnerstag zur Abstimmung gestellt, der Ex-Dividendentag folgt direkt am Freitag, den 27. Februar.

Bestätigte Prognose

Das Management hält an seinen Jahreszielen fest und erwartet ein Umsatzwachstum von bis zu 13 Prozent sowie einen Free Cashflow von bis zu 5 Milliarden Euro. Die morgige Hauptversammlung wird zeigen, ob die Aktionäre den Weg der schrittweisen Sanierung und Integration weiter mittragen oder ob der Ruf nach einer schnellen Aufspaltung lauter wird.

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