Siemens Energy Aktie: ToI-Abspaltung im Fokus

Jefferies hebt das Kursziel für Siemens Energy auf 215 Euro an, während Spekulationen über eine Abspaltung der Industriesparte die Aktie belasten.

Die Kernpunkte:
  • Jefferies erhöht Kursziel auf 215 Euro
  • Spekulationen um Abspaltung der Industriesparte
  • Aktie notiert 18 Prozent unter Jahreshoch
  • Auftragsbestand erreicht 154 Milliarden Euro

Siemens Energy verliert heute knapp sieben Prozent — und das, obwohl Jefferies gerade das Kursziel auf 215 Euro angehoben hat. Der Grund für die Spannung: Spekulationen über eine mögliche Abspaltung der Industriesparte treffen auf eine Aktie, die bereits 18 Prozent unter ihrem Jahreshoch notiert.

Abspaltung als Hebel für verborgene Werte

Analyst Lucas Ferhani von Jefferies begrüßt die Überlegungen, die das „Manager Magazin“ ins Spiel gebracht hat. Konkret geht es um die Sparte „Transformation of Industry“ (ToI). Eine Abspaltung würde die Konzernkomplexität verringern und Werte freilegen, die die aktuelle Struktur verdeckt.

Ferhani sieht vor allem zwei Vorteile: stärkeres Wachstum im Geschäft mit Gasturbinen und Energienetztechnik sowie höhere Ausschüttungen für Aktionäre. Siemens Energy selbst hat dazu nur wenig gesagt. Das Unternehmen überprüft sein Portfolio regelmäßig — Entscheidungen gibt es bislang keine.

Kursziel weit über dem Konsens

Das Jefferies-Kursziel von 215 Euro liegt deutlich über dem Analystenkonsens von rund 186 Euro, der sich aus elf Einschätzungen ergibt. Die Bandbreite der Kursziele reicht von 110 bis 225 Euro — ein Zeichen, wie stark die Meinungen über nachhaltige Margen auseinandergehen.

Die Aktie notiert aktuell bei 159,10 Euro. Seit Jahresbeginn steht ein Plus von knapp 30 Prozent, über zwölf Monate sogar rund 82 Prozent. Das Tief von 84,62 Euro im September 2025 liegt weit zurück.

Starke operative Basis

Das Fundament stimmt. Im zweiten Quartal des laufenden Geschäftsjahres erreichte der Auftragseingang 17,7 Milliarden Euro, der Auftragsbestand kletterte auf 154 Milliarden Euro. Für das Gesamtjahr 2026 erwartet Siemens Energy ein Umsatzwachstum von 14 bis 16 Prozent und einen Nettogewinn von rund 4 Milliarden Euro. Den Free Cashflow vor Steuern peilt das Unternehmen bei etwa 8 Milliarden Euro an. Grid Technologies gilt als zentraler Wachstumstreiber.

Parallel läuft ein Aktienrückkaufprogramm. Die zweite Tranche von bis zu 1 Milliarde Euro ist bis Ende September 2026 aktiv. Das Signal dahinter: Das Management hält die aktuelle Bewertung für zu niedrig — und handelt entsprechend.

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