Siemens Energy Aktie: Umbenennung zu Omterra endet Lizenzvertrag

Siemens Energy plant Umbenennung in Omterra und steht vor charttechnischem Test. Die Aktie notiert nahe der 200-Tage-Linie, während politische Termine anstehen.

Die Kernpunkte:
  • Umbenennung zu Omterra geplant
  • Aktie nahe 200-Tage-Durchschnitt
  • Wichtige Termine in neuer Woche
  • Internationale Expansion im Fokus

Nach einem turbulenten ersten Halbjahr hat sich die Siemens-Energy-Aktie zuletzt beruhigt. Am Freitag schloss das Papier bei 153,00 Euro, ein Plus von 0,5 Prozent zum Vortag. Auf Wochensicht steht dennoch ein Minus von 4,8 Prozent zu Buche.

Die Frage, die sich Anlegern jetzt stellt: Ist das nur eine Verschnaufpause vor dem nächsten Schub? Oder ist nach dem Kurssprung von 65 Prozent binnen zwölf Monaten die Luft raus? Die fundamentale Geschichte spricht weiter für die Aktie. Der Chart verlangt in den kommenden Tagen aber einen Beweis.

Namenswechsel: Aus Siemens Energy wird Omterra

Während die Märkte auf kurzfristige Kursbewegungen starren, treibt das Management die langfristige Emanzipation voran. Zentral dafür ist die geplante Umbenennung in „Omterra“. Der neue Name soll die Marken Siemens Energy und Siemens Gamesa unter einem Dach vereinen.

Damit endet die Lizenzvereinbarung mit der Siemens AG. Das Unternehmen unterstreicht so seinen Anspruch, als eigenständiger Champion der Energiewende aufzutreten. Operativ bleibt die Lage robust, auch wenn der Abstand zum 52-Wochen-Hoch mittlerweile 22 Prozent beträgt.

Die Vorbereitungen für die „Asia Roadshow“ Ende August passen ins Bild. Das Unternehmen wirbt aktiv um internationales Vertrauen und will die Wachstumsstory jenseits Europas untermauern.

Eine Woche mit politischem und technischem Gewicht

Die neue Handelswoche liefert gleich mehrere Impulse. Am Montag, den 24. August, findet in Hannover der „Branchentag Erneuerbare Energien“ statt. Niedersachsens Ministerpräsident Olaf Lies und Energieminister Christian Meyer nehmen teil – ein Heimspiel für Siemens Energy als Netzausstatter.

Parallel dazu tagt ab Sonntag die internationale CIGRE-Konferenz in Paris. Siemens Energy präsentiert dort als einer der technologischen Taktgeber Innovationen für Stromnetze. Das ist relevant für den globalen Auftragsbestand.

Am Dienstag folgen dann die detaillierten Zahlen zum deutschen Bruttoinlandsprodukt. Auch das IFO-Geschäftsklima für August dürfte im DAX-Umfeld für Bewegung sorgen.

Charttechnik: Die Zone der Entscheidung

Bei 153,00 Euro notiert die Aktie 1,8 Prozent unter ihrem 50-Tage-Durchschnitt von 155,78 Euro. Damit rückt der 200-Tage-Durchschnitt bei 149,68 Euro in Reichweite. Der Puffer liegt nur 2,2 Prozent unter dem aktuellen Kurs.

Hält diese Unterstützung, bleibt der übergeordnete Aufwärtstrend intakt. Seit Jahresanfang steht dann immer noch ein Plus von 27 Prozent zu Buche. Der RSI von 48,1 zeigt: Das Papier ist weder überkauft noch überverkauft.

Genau das macht die kommende Woche zur Nagelprobe. Fundamental und strategisch spricht vieles für Siemens Energy – der Umbau zu Omterra, die internationale Expansion, die Nähe zur Politik in Hannover. Charttechnisch muss das Papier jetzt aber zeigen, dass der 200-Tage-Durchschnitt als Boden hält. Rutscht der Kurs darunter, dürfte die Konsolidierung länger dauern als bislang gedacht.

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