Siemens Energy Aktie: Zuschlag für North Sea Connector 2
Siemens Energy sichert sich mit Partner den Zuschlag für das Konverter-System North Sea Connector 2. Der Auftrag stärkt das Netzgeschäft trotz jüngster Kursverluste der Aktie.

- Zuschlag für North Sea Connector 2
- Konverter-Standorte bei Schwerin und Sylt
- Über 500 neue Arbeitsplätze geplant
- Aktie bleibt unter 52-Wochen-Hoch
Siemens Energy hat gemeinsam mit dem Partner Neptun Smulders Offshore Renewables (NSORe) den Zuschlag für ein Konverter-System zur Anbindung von Offshore-Windenergie an das deutsche Stromnetz erhalten. Der Auftrag betrifft den North Sea Connector 2 mit der Offshore-Anbindung LanWin6 und dem Gleichstrom-Verbindungsstück DC32, das Teil des größeren Netzprojekts NordOstLink ist. Für den Energiekonzern ist es ein weiterer Beleg dafür, dass das Geschäft mit der Netzinfrastruktur trotz eines schwächeren Kursverlaufs an der Börse operativ Substanz liefert.
Konverter zwischen Schwerin und Sylt
Der onshore-seitige Konverter entsteht bei Mühlenbeck nahe Schwerin, der offshore-seitige rund 200 Kilometer westlich von Sylt in der Nordsee. Die Inbetriebnahme ist bis Ende 2034 vorgesehen – ein langer Realisierungshorizont, der für Projekte dieser Größenordnung im Netzausbau typisch ist. Nach Angaben zum Vorhaben entstehen im Zuge des Baus mehr als 500 neue Arbeitsplätze in Mecklenburg-Vorpommern. Für Siemens Energy fügt sich der Auftrag in eine Reihe ähnlicher Netzanbindungsprojekte ein, mit denen der Konzern von der deutschen und europäischen Energiewende profitiert, insbesondere vom Ausbau der Offshore-Windkraft in Nord- und Ostsee.
Solche Konverterstationen zählen zu den technisch komplexesten und margenstärksten Aufträgen im Netzgeschäft, weil sie über Jahrzehnte Wartungs- und Servicevolumen nach sich ziehen. Ein Auftrag mit einer Inbetriebnahme erst 2034 bindet zwar Kapazitäten über einen langen Zeitraum, sichert dem Konzern aber auch Planungssicherheit für sein Netzsegment weit in die kommende Dekade hinein.
Kursbild bleibt angeschlagen
An der Börse spiegelt sich die operative Auftragslage derzeit nur bedingt im Kursverlauf. Die Aktie schloss am Freitag bei 153,50 Euro, ein Minus von 0,35 Prozent auf Tagesbasis. Vom 52-Wochen-Hoch von 195,38 Euro, erreicht im April, trennen das Papier aktuell 21,44 Prozent – ein deutlicher Abstand, der die jüngste Diskussion um eine mögliche Schwächephase der Aktie befeuert hat. Medienberichten zufolge wird im August 2026 verstärkt debattiert, ob sich nach dem Rückgang von den Höchstständen ein Einstieg lohnt.
Der langfristige Blick relativiert die Sorge allerdings: Der Wert liegt weiterhin gut 84 Prozent über seinem 52-Wochen-Tief von 83,38 Euro vom September 2025 und hat seit Jahresbeginn rund 27,5 Prozent zugelegt. Über zwölf Monate steht ein Plus von 54,55 Prozent zu Buche. Die aktuelle Konsolidierung nahe dem 50-Tage-Durchschnitt von 155,13 Euro liest sich damit eher als Verschnaufpause nach einem kräftigen Anstieg denn als Trendwende.
Netzausbau als strukturelles Argument
Der Zuschlag für den North Sea Connector 2 untermauert, dass der deutsche Übertragungsnetzausbau für Offshore-Windkraft ungebrochen Auftragsvolumen für Siemens Energy generiert. Während sich die Aktie kurzfristig in einer Seitwärtsbewegung befindet, bleibt das strukturelle Argument für Investoren bestehen: Der Bedarf an Netzanbindungen für erneuerbare Energien in Deutschland wächst weiter, und Siemens Energy positioniert sich mit Partnern wie Neptun Smulders Offshore Renewables als einer der zentralen Ausrüster für diese Infrastruktur. Ob sich das operative Momentum auch kurzfristig wieder im Kurs niederschlägt, wird sich an den kommenden Auftragsmeldungen und der Entwicklung um die charttechnischen Marken bei rund 155 und 161 Euro zeigen müssen.
Siemens Energy-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Siemens Energy-Analyse vom 10. August liefert die Antwort:
Die neusten Siemens Energy-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Siemens Energy-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 10. August erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
Siemens Energy: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...




