Siemens Energy: BofA setzt Ziel auf 230 Euro

Nach einem Anstieg von fast 150 Prozent binnen zwölf Monaten gönnt sich die Siemens Energy Aktie eine Pause. Am Dienstag notiert das Papier bei rund 172 Euro — rund vier Prozent unter dem Vortagesschluss. Das 52-Wochen-Hoch von 188 Euro liegt nur wenige Wochen zurück.
Führende Analysten sehen den Rücksetzer gelassen. Die Bank of America hält an einem Kursziel von 230 Euro fest, Morgan Stanley peilt 209 Euro an, die Deutsche Bank 186 Euro. Begründung in allen drei Fällen: Siemens Energy profitiert strukturell vom globalen Ausbau der Stromnetze und der wachsenden Energienachfrage durch KI-Rechenzentren — zwei Trends, die sich so schnell nicht abschwächen dürften.
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Gamesa dreht das Bild
Lange war die Windkrafttochter Siemens Gamesa der Problemfall des Konzerns. Das ändert sich. Im zweiten Quartal des Geschäftsjahres 2026 schrumpfte der bereinigte Verlust der Sparte auf 44 Millionen Euro — nach einem Minus von 249 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum. Die operative Marge verbesserte sich von minus 9,2 auf minus 1,7 Prozent.
Das Ziel des Managements, im Gesamtjahr 2026 den Break-even zu erreichen, wirkt damit realistisch. Die Erlösprognose für Gamesa wurde auf ein Wachstum von 3 bis 5 Prozent angehoben, obwohl der Quartalsumsatz der Sparte leicht auf 2,53 Milliarden Euro sank.
Grid Technologies liefert die Zahlen
Was Gamesa noch aufholt, liefert der Bereich Grid Technologies bereits. Das Segment wächst getrieben vom Rechenzentrum-Boom: Die Umsatzprognose wurde auf 25 bis 27 Prozent Wachstum erhöht, nach zuvor 19 bis 21 Prozent. Die Ergebnismarge soll bei 18 bis 20 Prozent liegen — weit über dem Konzerndurchschnitt.
Der Vorstand hob die Gewinnprognose für den Gesamtkonzern auf rund 4 Milliarden Euro nach Steuern an. Flankiert wird das von einem laufenden Aktienrückkaufprogramm mit einem Volumen von bis zu 2 Milliarden Euro, das bis Ende September 2026 läuft. Für das abgelaufene Geschäftsjahr ist eine Dividende von 0,70 Euro je Aktie vorgeschlagen.
Der 50-Tage-Durchschnitt bei knapp 160 Euro markiert die nächste charttechnische Orientierungsmarke. Hält die Aktie oberhalb dieses Niveaus, spricht die Kombination aus operativem Turnaround bei Gamesa und strukturellem Rückenwind im Netzgeschäft für eine Fortsetzung des übergeordneten Aufwärtstrends.
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