Siemens Healthineers Aktie: 13 Angiographien für UKE Hamburg

Siemens Healthineers treibt mit neuer Bildgebung und einem Millionenauftrag vom UKE das Klinikgeschäft voran.

Die Kernpunkte:
  • Kooperation für schnellere Schlaganfall-Diagnostik
  • Großauftrag am UKE Hamburg abgeschlossen
  • Aktienkurs bleibt trotz Neuigkeiten schwach
  • Aktienrückkaufprogramm startet im Juni

Siemens Healthineers rückt mit zwei Meldungen zugleich in den Fokus: neue Impulse in der Schlaganfallversorgung und ein Großauftrag aus Hamburg. Das zeigt, wie stark das Kerngeschäft mit Bildgebung und klinischen Partnerschaften derzeit läuft.

Am Mittwoch kündigte der Konzern eine weltweite Kooperation mit Cercare Medical an. Im Zentrum steht die schnellere Einführung der Cone-Beam-CT-Perfusionsbildgebung in der Akutbehandlung von Schlaganfällen.

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Die Technik soll Blutfluss und Gewebevitalität direkt im Interventionsraum sichtbar machen. Das kann bei einer Thrombektomie helfen, Komplikationen oder verbliebene Verschlüsse früher zu erkennen. Patienten müssen dafür nicht zwischen verschiedenen Bildgebungsgeräten verlegt werden.

Großauftrag am UKE

Am Donnerstag folgte die nächste Meldung. Am neu eröffneten Universitären Herz- und Gefäßzentrum des UKE in Hamburg hat Siemens Healthineers ein umfangreiches Ausstattungsprojekt abgeschlossen.

Zum Auftrag gehören 13 Angiographieanlagen. Hinzu kommen ein photonenzählender CT, ein 3-Tesla-MRT und ein digitaler Röntgenarbeitsplatz. Beide Seiten vereinbarten außerdem eine langfristige Forschungspartnerschaft für Kardiologie, Radiologie und datengetriebene Medizin.

Der Deal ist mehr als ein klassischer Geräteverkauf. Er bindet die Technik des Konzerns in einen klinischen Forschungsverbund ein. Das stützt die Präsenz im Krankenhausgeschäft und kann Folgeaufträge erleichtern.

Aktie bleibt unter Druck

An der Börse kam die Nachricht dennoch kaum an. Die Aktie notiert bei 35,19 Euro und damit nur leicht über dem gestrigen Schlusskurs von 35,14 Euro. Auf Sicht von zwölf Monaten liegt das Papier weiter deutlich im Minus.

Der Titel hat in den vergangenen Wochen zwar etwas Boden gutgemacht, bleibt aber klar unter den wichtigen Durchschnittslinien. Das passt zu einem Marktumfeld, in dem Anleger die Lage in China und den Inflationsdruck weiter abwägen.

Rückkauf startet im Juni

Der Blick richtet sich nun auf das angekündigte Aktienrückkaufprogramm. Im Juni soll es beginnen. Bis Anfang 2027 will Siemens Healthineers eigene Aktien im Wert von bis zu 230 Millionen Euro kaufen.

Das Programm umfasst maximal 14 Millionen Stück. Es dient vor allem der Bedienung von Belegschafts- und Vergütungsprogrammen. Operativ bleibt damit die Weiterentwicklung des Diagnostikgeschäfts der zentrale Treiber für die Bewertung der Aktie.

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