Siemens Healthineers Aktie: Anleger bleiben skeptisch

Gute operative Nachrichten verpuffen derzeit wirkungslos an der Börse. Obwohl Siemens Healthineers mit einer neuen Partnerschaft in den USA strategisch punktet, kommt die Aktie nicht vom Fleck. Während das Unternehmen sein Geschäft ausbaut, lähmen Sorgen über hohe Zollkosten und den geplanten Anteilsverkauf durch den Mutterkonzern jegliche Kursfantasie.
Die wichtigsten Fakten zum Handelstag:
- Kursentwicklung: Aktuell notiert das Papier bei 44,38 Euro (+0,09 %), verlor auf Wochensicht jedoch 5,05 %.
- Strategie: Neue Co-Marketing-Vereinbarung mit Avanos Medical für den US-Markt.
- Belastung: Prognostizierte Zollkosten von rund 400 Millionen Euro drücken den Ausblick.
- Risiko: Die geplante Dekonsolidierung durch die Siemens AG sorgt für einen Angebotsüberhang.
US-Offensive läuft ins Leere
Operativ liefert der Medizintechnikkonzern. Am heutigen Dienstag meldete das Unternehmen eine strategische Zusammenarbeit mit Avanos Medical. Ziel ist die Bündelung von Kräften im Bereich der ambulanten Schmerztherapie in den USA. Dabei werden die bildgebenden Systeme von Siemens Healthineers mit der Behandlungstechnologie von Avanos kombiniert, um Marktanteile in Operationszentren und Spezialpraxen zu gewinnen.
Flankiert wird dies durch positive Signale aus der Lieferkette: Der Zulieferer Kromek Group verzeichnete zuletzt einen Umsatzsprung durch Großaufträge im Bereich „Advanced Imaging“, was auf eine hohe Auslastung der Produktion hindeutet. Auch die Tochtergesellschaft Varian erweitert ihr Portfolio durch eine Kooperation mit Telix Pharmaceuticals. Doch der Markt ignoriert diese Fortschritte weitgehend. Der Kurs bleibt deutlich unter dem 200-Tage-Durchschnitt von 46,38 Euro gefangen.
Zölle und Aktienüberhang bremsen
Die Gründe für die Kaufzurückhaltung sind fundamentaler Natur. Investoren blicken besorgt auf die Gewinnprognose für das Geschäftsjahr 2026. Erwartet wird ein Gewinn je Aktie zwischen 2,20 Euro und 2,40 Euro – ein Dämpfer im Vergleich zu den 2,39 Euro des Vorjahres. Ein wesentlicher Treiber für diesen Rückgang sind erwartete Zollbelastungen in Höhe von rund 400 Millionen Euro, die direkt auf die Marge drücken.
Noch schwerer wiegt jedoch die Unsicherheit über die Eigentümerstruktur. Die Muttergesellschaft Siemens AG plant, ihre Beteiligung an Siemens Healthineers zu reduzieren und zu dekonsolidieren. Solange unklar ist, wann und wie diese Aktien auf den Markt kommen, wirkt dieses Szenario als Deckel für den Kurs.
Zwar hält sich die Aktie heute stabil, doch der Abstand von rund 23 % zum 52-Wochen-Hoch spricht eine klare Sprache. Erst wenn die Siemens AG im zweiten Quartal 2026 konkrete Details zum Zeitplan des Anteilsverkaufs vorlegt, dürfte die Unsicherheit weichen und den Blick wieder auf die operative Stärke freigeben.
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