Siemens Healthineers Aktie: EPS-Prognose auf 2,20–2,30 Euro gesenkt

Siemens Healthineers verfehlt Quartalserwartungen und senkt die Prognose. Belastungen aus China und ein schwacher Diagnostikmarkt zwingen zum Handeln.

Die Kernpunkte:
  • Prognose für Umsatz und Gewinn gesenkt
  • Diagnostik-Sparte in China schwächelt
  • Imaging und Krebstherapie legen zu
  • Spin-off der Diagnostik wird vorbereitet

Siemens Healthineers glänzt bei Großgeräten, strauchelt aber in China. Das Medizintechnikunternehmen verfehlte mit seinen Quartalszahlen die Erwartungen. Ein schwacher Diagnostikmarkt zwingt das Management zur Korrektur der Jahresziele. Parallel dazu bereitet der Konzern eine tiefgreifende Abspaltung vor.

Der Umsatz stieg im zweiten Quartal auf 5,7 Milliarden Euro. Das bereinigte operative Ergebnis verfehlte mit 836 Millionen Euro jedoch die Markterwartungen. Unter dem Strich sank der bereinigte Gewinn je Aktie um sechs Prozent auf 53 Cent. Wechselkurse und Zölle drückten das Ergebnis spürbar. Ohne diese Belastungen wäre der operative Gewinn deutlich gewachsen.

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China bremst das Wachstum

Das Sorgenkind bleibt das Diagnostik-Geschäft in China. Hier schrumpfte der Umsatz erheblich. Das Management verweist auf eine anhaltende strukturelle Marktkorrektur in der Region. Die Folge: Siemens Healthineers kappt die Jahresprognose. Das Unternehmen erwartet nun ein geringeres Umsatzwachstum von maximal fünf Prozent. Der Zielkorridor für den bereinigten Gewinn je Aktie sinkt auf 2,20 bis 2,30 Euro. Obendrein belasten zusätzliche Inflationskosten in der Lieferkette das zweite Halbjahr.

Lichtblicke im Kerngeschäft

Besser läuft es in den Sparten Imaging und Precision Therapy. Die Bildgebung wuchs um über sechs Prozent. Die Krebstherapie-Tochter Varian legte sogar um 7,5 Prozent zu. Besonders neue MRT-Geräte treiben das Geschäft. Fast die Hälfte der weltweiten Auslieferungen entfällt auf Modelle mit minimalem Helium-Bedarf. Die Auftragsbücher füllen sich weiter.

Abspaltung nimmt Form an

Das Management zieht Konsequenzen aus der zweigeteilten Entwicklung. Ein Carve-out der Diagnostik-Sparte ist in Vorbereitung. Aktionäre sollen in der ersten Jahreshälfte 2027 über den geplanten Spin-off abstimmen. Ein Bankenkonsortium für die nötige Refinanzierung steht bereits bereit. Die Nettoverschuldung des Konzerns stieg zuletzt spürbar an.

An der Börse hinterlassen die Nachrichten tiefe Spuren. Die Aktie rutschte am Freitag auf 33,81 Euro ab. Damit notiert das Papier fast exakt auf dem 52-Wochen-Tief. Seit Jahresbeginn summiert sich der Kursverlust auf knapp 24 Prozent. Die geplante Abspaltung dient nun einem klaren Zweck. Ohne das Diagnostik-Geschäft soll der verbleibende Konzern wieder eine höhere Bewertung rechtfertigen.

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