Siemens Healthineers Aktie: Frist verstrichen!
Die angekündigte Konzernabspaltung verzögert sich, während operative Herausforderungen und neue US-Zölle das Quartalsergebnis belasten. Ein Nuklearmedizin-Deal bietet einen Lichtblick.

- Verzögerung bei geplanter Siemens-Abspaltung
- Quartalsgewinn trotz Umsatzplus gesunken
- Neue US-Zölle drücken EBIT um 400 Mio. Euro
- Kooperation in der Nuklearmedizin unterzeichnet
Versprochen, nicht geliefert. Siemens Healthineers hatte zugesagt, bis Anfang des zweiten Kalenderquartals 2026 konkrete Details zur geplanten Konzernabspaltung zu präsentieren. Die Frist ist verstrichen — Anleger warten weiter.
Spin-off ohne Zeitplan
Das Kernvorhaben ist bekannt: Die Siemens AG will 30 Prozent der Healthineers-Anteile direkt an ihre eigenen Aktionäre übertragen, wodurch der Siemens-Anteil von rund 67 Prozent auf unter 20 Prozent sinken würde. Beim HSBC Global Investment Summit in Hongkong wurden Führungskräfte nach dem Zeitplan befragt — konkrete Antworten blieben aus. Stattdessen bestätigte Siemens, dass der Prozess länger dauern wird als ursprünglich erhofft.
Die kanadische Bank RBC bewertet die Aktie weiter mit „Outperform“ und einem Kursziel von 55 Euro. Das Szenario eines längeren Abspaltungsprozesses dürfte Anleger enttäuschen, räumt die Bank ein — auch wenn viele den schnelleren Alternativplan ohnehin skeptisch gesehen hätten. Mittelfristig könnte eine Umsatz- und Margenverbesserung im zweiten Halbjahr den Kurs stützen, so RBC.
Operative Baustellen häufen sich
Das Quartalsbild für Q1 2026 zeigt das Dilemma: Umsatz wuchs um 3,8 Prozent, das bereinigte Ergebnis je Aktie sank jedoch auf 0,49 Euro — ein Rückgang von 3 Prozent. Die Diagnostiksparte schrumpfte um 3 Prozent, belastet durch eine Anti-Korruptions-Kampagne in China, die Beschaffungsprozesse zentralisiert und lokale Umsätze gedämpft hat.
Externe Faktoren kommen hinzu. Neue US-Zölle belasten das bereinigte EBIT im laufenden Jahr um rund 400 Millionen Euro, negative Währungseffekte drücken das operative Ergebnis um weitere 200 bis 250 Millionen Euro. Den Jahresausblick — 5 bis 6 Prozent vergleichbares Umsatzwachstum, bereinigter Gewinn je Aktie zwischen 2,20 und 2,40 Euro — hält das Unternehmen dennoch aufrecht.
Nuklearmedizin als Lichtblick
Indes gibt es operative Neuigkeiten mit Substanz. Healthineers unterzeichnete eine klinische Liefervereinbarung mit Radiopharm Theranostics: Das Unternehmen wird den bildgebenden Wirkstoff RAD101 für eine Phase-3-Studie in den USA herstellen und vertreiben. RAD101 soll echtes Tumorrezidiv von behandlungsbedingten Gewebeveränderungen bei Hirnmetastasen unterscheiden — eine Schwäche konventioneller MRT-Verfahren. Der Wirkstoff trägt bereits den Fast-Track-Status der FDA und adressiert über 300.000 Fälle jährlich allein in den USA.
Auf der DMEA-Fachmesse in Berlin, die noch bis zum 23. April läuft, präsentiert das Unternehmen neue Entwicklungen im Bereich Präzisionsmedizin. Der Messeauftritt fällt in eine Phase, in der die Aktie rund 14 Prozent seit Jahresbeginn verloren hat und aktuell bei etwa 38 Euro notiert.
Am 7. Mai 2026 folgen die Q2-Zahlen — dann auch mit der Frage, ob das Management endlich Klarheit zum Spin-off-Zeitplan liefert.
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