Siemens Healthineers Aktie: Herausforderung außer Kontrolle?

Siemens Healthineers verstärkt seine KI-Strategie mit einem neuen Technikchef, während Zölle und Marktflauten das operative Ergebnis belasten. Die Aktie zeigt deutliche Verluste.

Die Kernpunkte:
  • Neuer CTO soll KI-Offensive vorantreiben
  • US-Zölle und Währungseffekte drücken Ergebnis
  • Radiopharmaka-Geschäft erhält Zulassungsbeschleunigung
  • Aktie verliert seit Jahresbeginn deutlich

Siemens Healthineers holt ein Schwergewicht der Tech-Branche an Bord. Martin Stumpe übernimmt ab Juni 2026 die Rolle des Chief Technology Officers. Er bringt wertvolle Erfahrung von Danaher, Google und der NASA mit. Dieser Personalwechsel fällt in eine schwierige Zeit. Das operative Geschäft steht unter enormem Druck.

Fokus auf digitale Zwillinge

CEO Bernd Montag setzt große Hoffnungen in den neuen Technikchef. Stumpe löst Peter Schardt ab, der den Posten sieben Jahre lang innehatte. Der Neue soll die Fähigkeiten im Bereich der Künstlichen Intelligenz massiv ausbauen. Im Zentrum steht das sogenannte „Patient Twinning“. Diese Technologie erstellt digitale Abbilder von Patienten. Das Ziel: präzisere Diagnosen und effizientere Abläufe in Kliniken. Das Management erhofft sich davon dringend benötigte Wachstumsimpulse in einem hochmargigen Segment. Seinen ersten großen Auftritt absolviert Stumpe bereits in wenigen Tagen. Am 21. April startet die Branchenmesse DMEA in Berlin.

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Operativer Druck steigt

Die KI-Fantasie trifft auf eine harte Realität. US-Zölle belasten das bereinigte operative Ergebnis im laufenden Jahr um rund 400 Millionen Euro. Negative Währungseffekte kosten das Unternehmen weitere dreistellige Millionenbeträge. Besonders die Diagnostiksparte schwächelt deutlich.

In China bremsen eine staatliche Antikorruptionskampagne und strenge Beschaffungsregeln den Verkauf. Der Vorstand hat auf die anhaltende Flaute reagiert. Die Prognose für das bereinigte Ergebnis je Aktie sinkt auf maximal 2,40 Euro. Im Vorjahr lag der Wert bei 2,39 Euro.

Radiopharmaka als zweites Standbein

Parallel zum KI-Ausbau treibt der Konzern sein Geschäft mit Radiopharmaka voran. Eine neue Vereinbarung mit Radiopharm Theranostics sichert die Herstellung des Bildgebungsmittels RAD101. Dieses hilft bei der Diagnose von schwer erkennbaren Hirnmetastasen. Die US-Gesundheitsbehörde FDA hat dem Mittel bereits den Fast-Track-Status verliehen. Das beschleunigt die Zulassungsprozesse erheblich. Erste Studiendaten zeigen eine hohe Übereinstimmung mit herkömmlichen MRT-Scans.

An der Börse spiegelt sich die angespannte Lage wider. Die Aktie notiert aktuell bei 38,68 Euro. Seit Jahresbeginn summiert sich das Minus damit auf fast 13 Prozent. Der Abstand zum letzten Rekordhoch bleibt enorm.

Am 7. Mai präsentiert Siemens Healthineers die nächsten Quartalszahlen. Analysten erwarten solides Wachstum in der Bildgebung, aber anhaltende Schwäche in der Diagnostik. Der Bericht entscheidet maßgeblich über die Erreichbarkeit des Jahresziels von fünf bis sechs Prozent Umsatzwachstum.

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