Siemens Healthineers Aktie: Neue Allianz, alte Lasten

Siemens Healthineers schließt zwei Kooperationen in der Neurologie-Diagnostik, sieht sich aber durch hohe Zollkosten und ein schwaches China-Geschäft belastet. Das Unternehmen hält an seiner Jahresprognose fest.

Die Kernpunkte:
  • Zwei neue Partnerschaften in der Alzheimer-Diagnostik
  • Zollbelastungen von 400 Millionen Euro für 2026
  • Schrumpfendes Diagnostiksegment durch China-Schwäche
  • Unternehmen hält an Jahresprognose fest

Neue Kooperationen in der Neurologie-Diagnostik, gleichzeitig Zollbelastungen in Milliardenhöhe und ein schwächelndes China-Geschäft — Siemens Healthineers navigiert gerade durch ein unruhiges Fahrwasser. Die Aktie notiert rund 15 Prozent unter dem Niveau vom Jahresanfang.

Zwei neue Partner in der Hirndiagnostik

Das Unternehmen hat gleich zwei Kooperationen in der Neurologie-Diagnostik geschlossen. Als lizenzierter Partner tritt Siemens Healthineers der Bio-Hermes-002-Studie der Global Alzheimer’s Platform Foundation bei — gemeinsam mit Biogen, Eli Lilly und Roche. Die Beobachtungsstudie vergleicht blutbasierte und digitale Biomarker, darunter MRT- und PET-Aufnahmen, um Alzheimer und verwandte Demenzen früher und präziser zu erkennen. Im Mittelpunkt steht die Frage, wie zuverlässig einzelne Biomarker oder deren Kombinationen Amyloid- und Tau-Ablagerungen im Gehirn beurteilen können.

Parallel dazu hat das Unternehmen eine klinische Liefervereinbarung mit Radiopharm Theranostics abgeschlossen. Siemens Healthineers übernimmt Herstellung und Vertrieb des bildgebenden Moleküls RAD101, das in einer bevorstehenden Phase-3-Studie in den USA zur Diagnose von Hirnmetastasen eingesetzt werden soll. Der Hintergrund: Herkömmliche MRT-Scans können echte Tumorrezidive oft nicht verlässlich von behandlungsbedingten Gewebeveränderungen unterscheiden — genau hier soll RAD101 Klarheit schaffen.

Erhebliche Gegenwinds belasten das laufende Jahr

Die strategischen Neuigkeiten treffen auf ein operativ belastetes Umfeld. Das Management rechnet für das Geschäftsjahr 2026 mit einer Zollbelastung von rund 400 Millionen Euro auf das Gruppen-EBIT — nach Gegenmaßnahmen. Der Schwerpunkt dieser Belastung liegt auf der ersten Jahreshälfte und trifft vor allem die Segmente Imaging und Advanced Therapies. Hinzu kommen Währungseffekte, die das bereinigte EBIT um weitere 200 bis 250 Millionen Euro belasten dürften.

Das Diagnostiksegment schrumpfte zuletzt um drei Prozent. Ursache ist die anhaltende Schwäche im China-Geschäft: Strenge Anti-Korruptionsmaßnahmen und eine zentralisierte Beschaffung drückten den Umsatz im ersten Quartal. Eine schnelle Erholung schließt das Management aus — auch für das zweite Quartal erwartet es anhaltenden Druck.

Trotz dieser Belastungen hält das Unternehmen an seiner Jahresprognose fest: vergleichbares Umsatzwachstum von fünf bis sechs Prozent sowie ein bereinigtes Ergebnis je Aktie zwischen 2,20 und 2,40 Euro. Allerdings dürfte das Umsatzwachstum im zweiten Quartal aufgrund der China-Schwäche und einer schwierigen Vergleichsbasis unter dieser Prognosespanne bleiben.

Der Q2-Bericht im Mai 2026 wird zeigen, ob sich das China-Geschäft stabilisiert und ob die Jahresprognose trotz Zoll- und Währungsbelastungen haltbar bleibt — das wird der eigentliche Belastungstest für die Glaubwürdigkeit der Jahresziele.

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