Siemens Healthineers Aktie: Weitere Verluste voraus?

Politische Kürzungen, schwaches Chinageschäft und sinkende Gewinne setzen Siemens Healthineers massiv unter Druck. Die Aktie fiel auf ein neues Jahrestief.

Die Kernpunkte:
  • Aktie erreicht neues Jahrestief
  • GKV-Sparpaket belastet Klinikgeschäft
  • Schwaches Quartal mit Gewinnrückgang erwartet
  • China-Kampagne bremst Diagnostiksparte aus

Politische Sparpläne im Heimatmarkt, ein schwächelndes Chinageschäft und sinkende Gewinne. Bei Siemens Healthineers ballen sich derzeit die Probleme. In der kommenden Woche steht das Medizintechnikunternehmen vor entscheidenden Tagen.

Am Freitag fiel die Aktie auf ein neues Jahrestief von 35,51 Euro. Seit Januar hat das Papier gut 20 Prozent an Wert verloren. Der RSI-Indikator signalisiert mit einem Wert von 25,5 mittlerweile einen stark überverkauften Zustand.

GKV-Sparpaket bedroht Inlandsgeschäft

Am 29. April entscheidet das Bundeskabinett über ein massives Sparprogramm. Gesundheitsministerin Nina Warken plant drastische Kürzungen für die gesetzliche Krankenversicherung. Sie will im Jahr 2027 rund 20 Milliarden Euro einsparen.

Das trifft vor allem Kliniken hart. Die Folge: Der Klinikverbund Hessen warnt bereits vor einer Insolvenzwelle. Für Siemens Healthineers bedeutet das erheblichen Gegenwind. Die finanzielle Stabilität der deutschen Krankenhäuser stützt das lukrative Inlandsgeschäft mit bildgebenden Systemen.

Schwaches Quartal erwartet

Kurz darauf folgen am 7. Mai die Zahlen für das zweite Quartal. Analysten rechnen mit einem Gewinnrückgang. Der Konsens erwartet ein Ergebnis je Aktie von 0,51 Euro. Im Vorjahr standen hier noch 0,56 Euro in den Büchern.

Falko Friedrichs von Deutsche Bank Research zeichnet ein trübes Bild. Er prognostiziert sinkende Gewinne und ein schwaches organisches Umsatzwachstum. Hauptgründe sind das anhaltend schwache Diagnostikgeschäft, negative Währungseffekte sowie Belastungen durch Zölle. Die Bank belässt die Aktie auf ihrem neutralen Rating.

Belastungen in China und offene Schuldenfrage

Die Probleme in der Diagnostiksparte haben ihren Ursprung in China. Dort bremst eine Anti-Korruptionskampagne die zentrale Beschaffung spürbar aus. Parallel dazu rechnet das Management im Gesamtjahr mit hohen Sonderlasten. Zölle und Währungseffekte dürften das Ergebnis um dreistellige Millionenbeträge drücken.

Ein weiteres ungelöstes Thema ist die geplante Abspaltung vom Mutterkonzern Siemens AG. Investoren warten auf einen konkreten Zeitplan. Experten rechneten damit eigentlich schon für Anfang des zweiten Quartals. Fällt die Konzerngarantie weg, muss Healthineers zweistellige Milliardenschulden eigenständig refinanzieren. Das sorgt für zusätzliche Verunsicherung am Markt.

Die kommenden zwei Wochen liefern harte Fakten. Der Kabinettsbeschluss am Mittwoch zeigt das Ausmaß der Klinik-Einsparungen. Acht Tage später belegen die Quartalszahlen, ob das Management die operativen Baustellen in den Griff bekommt.

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