Siemens Healthineers: RAD101-Vertrag mit Radiopharm
Der Medizintechnikkonzern präsentiert sich als digitaler Vorreiter, leidet aber unter operativen Herausforderungen in China und neuen US-Zöllen, die das Ergebnis belasten.

- Aktie verliert seit Jahresbeginn fast 14 Prozent
- Neue US-Zölle kosten rund 400 Millionen Euro
- Diagnostik-Sparte verzeichnet Umsatzrückgang
- Forschungskooperationen in Alzheimer- und Krebsdiagnostik
Auf der Berliner Gesundheits-IT-Messe DMEA präsentiert sich Siemens Healthineers ab heute als digitaler Vorreiter. Der Fokus liegt auf KI und vernetzter Diagnostik. Am Kapitalmarkt herrscht indes Ernüchterung. Operative Hürden in China und neue US-Zölle belasten das Geschäft schwer.
Die Aktie spiegelt diese Skepsis wider. Bei einem aktuellen Kurs von 38,28 Euro summiert sich der Verlust seit Jahresbeginn auf fast 14 Prozent. Das Papier notiert damit nur knapp über seinem jüngsten Jahrestief.
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Strategische Lichtblicke in der Forschung
Operativ treibt der Medizintechnikkonzern lukrative Nischen voran. Ein zentraler Baustein ist der im April geschlossene Liefervertrag mit Radiopharm Theranostics. Siemens Healthineers stellt den Wirkstoff RAD101 für eine anstehende amerikanische Phase-3-Studie her. Das bildgebende Molekül soll Hirnmetastasen präziser diagnostizieren.
Die US-Gesundheitsbehörde FDA hat dem Verfahren bereits den Fast-Track-Status erteilt. Vorherige Studiendaten zeigten eine hohe Übereinstimmung mit klassischen MRT-Scans. Allein in den Vereinigten Staaten erhalten jährlich mehr als 300.000 Patienten die Diagnose Hirnmetastasen. Der Konzern nutzt nun sein lokales Apothekennetzwerk für die landesweite Verteilung der Dosen.
Parallel dazu engagiert sich das Unternehmen in der Alzheimer-Forschung. Zusammen mit Branchengrößen wie Roche und Eli Lilly sucht das Team nach blutbasierten Biomarkern zur Früherkennung.
Zölle und China-Schwäche drücken das Ergebnis
Diese langfristigen Initiativen treffen auf ein trübes Quartalsbild. Im ersten Geschäftsquartal wuchs der Umsatz auf vergleichbarer Basis um 3,8 Prozent. Das bereinigte Ergebnis je Aktie stagnierte bei 0,49 Euro. Besonders die Diagnostik-Sparte schwächelt mit einem Umsatzrückgang von gut drei Prozent, was Marktbeobachter primär auf das schwierige Umfeld in China zurückführen.
Hinzu kommen massive externe Kosten. Neue US-Zölle schmälern das operative Ergebnis in diesem Jahr voraussichtlich um rund 400 Millionen Euro. Währungseffekte kosten den Konzern bis zu 250 Millionen Euro. Der Vorstand hält dennoch an seiner Prognose fest und erwartet ein Umsatzwachstum von rund fünf Prozent.
Der nächste Härtetest folgt im Mai mit den Zahlen zum zweiten Quartal. Analysten rechnen im Bildungs- und Therapiesegment mit solidem Wachstum. Für die Diagnostiksparte erwarten sie anhaltenden Gegenwind. Im Hintergrund schwelt obendrein die Debatte um die Muttergesellschaft. Solange die Siemens AG keinen konkreten Zeitplan für den geplanten Spin-off vorlegt, fehlt der Healthineers-Aktie ein entscheidender Impuls.
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