Siemens: Zwei lukrative Alternativen zum DAX-Titel

Jüngst hat Siemens gute Zahlen für das Geschäftsjahr 2015/16 veröffentlicht. Daraufhin erreichte der Aktienkurs den höchsten Stand seit Anfang 2008. In den kommenden Monaten dürfte sich der DAX-Titel allerdings nur geringfügig verteuern. Von einer solchen Entwicklung können Anleger mit exotischen Optionsscheinen profitieren.

© Siemens
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Eine positive Überraschung für die Marktteilnehmer waren am vergangenen Donnerstag die vorläufigen Zahlen von Siemens für das Geschäftsjahr 2015/16 – sie lagen über der zweimal erhöhten Jahresprognose. Im Berichtszeitraum steigerte der Technologiekonzern den Umsatz um rund 5,3 Prozent auf 79,6 Milliarden Euro. Der Gewinn je Aktie betrug 6,74 Euro und lag somit unter dem Vorjahreswert von 8,84 Euro.

Dieser enthielt jedoch einen Sonderertrag von 3,66 Euro, der durch den Verkauf der Hörgerätesparte und des Siemens-Anteils an BSH Bosch und der Siemens Hausgeräte GmbH erzielt wurde. Legt man den um diesen Sondereffekt bereinigten Vorjahreswert (5,18 Euro) zugrunde, errechnet sich eine respektable Gewinnsteigerung um 30,1 Prozent.

Auftragseingang sinkt im vierten Quartal

Der Auftragseingang kletterte im Geschäftsjahr 2015/16 um fünf Prozent auf 86,5 Milliarden Euro. Somit beträgt das Book-to-Bill-Verhältnis 1,09. Im vierten Quartal 2015/16, das am 30. September 2016 endete, verringerte sich der Ordereingang leider um 14 Prozent auf 20,3 Milliarden Euro.

Anzumerken ist diesbezüglich, dass Siemens im entsprechenden Vorjahreszeitraum einige Großaufträge erhalten hat. Ohne Berücksichtigung dieser Großaufträge ist der Auftragseingang in den letzten drei Monaten des abgelaufenen Fiskaljahres Unternehmensangaben zufolge moderat gestiegen.

Dividende wird erhöht

Aufgrund der guten Geschäftsentwicklung im Geschäftsjahr 2015/16 wird Siemens nach der nächsten Hauptversammlung, die am 1. Februar 2017 in München stattfinden wird, eine Dividende von 3,60 Euro je Aktie ausschütten – 0,10 Euro mehr als im Vorjahr. Somit beträgt die Dividendenrendite bei einem Aktienkurs von 108,15 Euro (Stand: 11.11.2016) 3,3 Prozent.

Des Weiteren will das Traditionsunternehmen den Überschuss je Anteilschein im laufenden Geschäftsjahr auf 6,80 bis 7,20 Euro steigern. Basierend auf dem oberen Ende dieser Prognose errechnet sich ein 2016/17er-KGV von 15.

Marktumfeld könnte sich eintrüben

Das Siemens-Management wird weiterhin mit voller Konzentration an der Umsetzung der Strategie „Vision 2020“ arbeiten. Erwähnenswert ist zudem, dass der DAX-Konzern seine Medizintechniksparte an die Börse bringen will. Ein Termin für das IPO wurde aber noch nicht festgelegt. Unabhängig davon sollten Anleger bedenken, dass sich das Marktumfeld von Siemens im nächsten Jahr eintrüben könnte, weswegen bei der Aktie keine großen Kurszuwächse mehr zu erwarten sind.

Zwei interessante Alternativen zur Siemens-Aktie

Risikofreudige Anleger, die von einer Seitwärtsbewegung des Aktienkurses profitieren möchten, können einen Stay-Low-Optionsschein (WKN: SE6U4R) auf die Siemens-Aktie ordern, der mit einer Knock-Out-Barriere bei 120,00 Euro ausgestattet ist. Mit diesem Finanzprodukt kann bis zum 24. März 2017 eine Rendite von rund 20,8 Prozent erzielt werden.

Bei einem Inline-Optionsschein (WKN: SE6PB0), dessen Knock-Out-Barrieren sich bei 84,00 und 119,00 Euro befinden, winkt sogar eine Rendite von 48,1 Prozent. Beide Optionsscheine überzeugen mit einem guten Chance-Risiko-Verhältnis. Dennoch sollten Anleger wegen des Totalverlustrisikos nur kleine Beträge investieren.

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