Sierra Madre: 7,5-Prozent-Kursdelle trotz 164% Jahresplus

Sierra Madre treibt den Ausbau der La-Guitarra-Mine voran und bereitet die Übernahme der Del-Toro-Mine vor. Der Aktienkurs gibt nach, der operative Hochlauf bleibt intakt.

Die Kernpunkte:
  • Aktie fällt um 7,5 Prozent
  • Ausbau der La-Guitarra-Mine läuft
  • Übernahme der Del-Toro-Mine genehmigt
  • Rekordumsatz von 10,1 Millionen Dollar

Sierra Madre Gold and Silver steht vor einem entscheidenden Quartal. Das Unternehmen treibt den Ausbau seiner La-Guitarra-Mine voran und bereitet gleichzeitig die Übernahme der Del-Toro-Silbermine vor. Die operative Dynamik ist unübersehbar – der Aktienkurs gibt dennoch nach.

Am Mittwoch fällt die Aktie um 7,5 Prozent auf 1,11 Euro. Damit unterschreitet sie den 50-Tage-Durchschnitt und hat sich binnen einer Woche um fast 16 Prozent verbilligt. Der langfristige Trend bleibt intakt: Auf Jahressicht steht ein Plus von 164 Prozent.

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Produktion läuft hoch

Im Zentrum steht der Ausbau der La-Guitarra-Mine. Die Verarbeitungskapazität soll von aktuell 500 Tonnen pro Tag auf 750 bis 800 Tonnen steigen. Den ersten Schritt macht ein neuer Eindicker mit einer Kapazität von 800 Tonnen pro Tag – Fertigstellung bis Ende Juni.

Die Technik erlaubt es, die Rückstände auf etwa 60 Prozent Feststoffgehalt einzudicken. Ein Großteil des Materials kann dann direkt als Pastefüllung in offene Abbauräume gepumpt werden. Das verlängert die Lebensdauer des vorhandenen Absetzbeckens erheblich.

Parallel dazu senkt Sierra Madre die Kosten. Statt Geräte zu leasen, kauft das Unternehmen jetzt eigene Fahrzeuge. Mehrere Muldenkipper und Schaufellader sind bereits im zweiten Quartal angeschafft worden. Das Management erwartet spürbar niedrigere Betriebskosten – die teuren Leasingraten entfallen, die Verfügbarkeit steigt.

Hinzu kommen Diesel-Notstromaggregate. Stromausfälle hatten in der langen Regenzeit immer wieder zu Produktionsausfällen geführt. Die neuen Anlagen sollen die Ausfälle abfedern und Kosten durch ungeplante Stillstände vermeiden.

Finanzpolster wächst

Die Expansion fußt auf einer soliden Finanzbasis. Im ersten Quartal 2026 erzielte Sierra Madre mit rund 10,1 Millionen US-Dollar den höchsten Umsatz der Unternehmensgeschichte. Der starke Cashflow erlaubt frühzeitige Schuldentilgung: Von einem 5-Millionen-Dollar-Darlehen bei First Majestic Silver sind bereits 2,5 Millionen zurückgezahlt.

Die nächste Wachstumsstufe ist die Übernahme der Del-Toro-Silbermine. Die mexikanische Kartellbehörde COFECE hat Ende Mai grünes Licht gegeben. Der Gesamtpreis liegt bei bis zu 60 Millionen US-Dollar, zahlbar in meilensteinbasierten Raten.

Ausblick mit konkreten Terminen

Im Juni findet die Hauptversammlung statt. Operativ stehen zwei Ereignisse im Fokus: In der Nazareno-Mine startet der vollständige Langlochabbau, in der Coloso-Mine läuft die Entwässerung. Gelingt beides planmäßig, könnten in der zweiten Jahreshälfte höhergradige Zonen erschlossen werden. Das dürfte die nächste Phase des Produktionshochlaufs einläuten.

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