Silber: Auf Erholungskurs
Nach einem massiven Kurseinbruch stabilisiert sich der Silberpreis bei über 84 US-Dollar, getrieben von schwachen US-Arbeitsmarktdaten. Analysten sehen weiteres Potenzial aufgrund struktureller Marktengpässe.

- Starke Erholung nach fast 50 Prozent Verlust
- Schwache US-Arbeitsmarktdaten stützen den Preis
- Sechstes Defizitjahr in Folge erwartet
- Robuste Nachfrage aus Solar- und Elektroindustrie
Silber hat eine turbulente Woche hinter sich. Nach dem historischen Allzeithoch bei 120 US-Dollar Ende Januar folgte eine der schärfsten Korrekturen der jüngeren Geschichte – fast 48 Prozent Verlust vom Hoch. Nun stabilisiert sich das Edelmetall. Am Freitag kletterte der Preis über 84 US-Dollar, getrieben von schwachen US-Arbeitsmarktdaten und anhaltenden geopolitischen Spannungen im Nahen Osten.
Vom Rekordhoch in die Korrektur
Die Rallye war spektakulär: 2025 legte Silber um 141 Prozent zu, bis zum Januar-Hoch kamen weitere 72,5 Prozent hinzu. Doch dann kippte die Stimmung. Binnen weniger Wochen verlor das Metall nahezu die Hälfte seines Wertes. Der Grund: Ein eskalierender Konflikt im Nahen Osten trieb den US-Dollar in die Höhe und ließ Rohöl teurer werden. Inflationsängste kehrten zurück, die Hoffnung auf baldige Zinssenkungen der Federal Reserve schwand.
NFP-Daten als Wendepunkt
Am Freitag kam die Wende. Die US-Wirtschaft verlor überraschend 92.000 Stellen, die Arbeitslosenquote stieg auf 4,4 Prozent. Plötzlich rückte eine frühere geldpolitische Lockerung wieder in Reichweite. Für Silber als nicht verzinsliches Asset ein positives Signal. Der Preis erholte sich von 82,83 US-Dollar am Donnerstag auf über 84 US-Dollar – noch weit unter dem Monatshoch von 95,85 US-Dollar Anfang März, aber ein klares Lebenszeichen.
Strukturelle Engpässe bleiben
Jenseits der kurzfristigen Volatilität bleibt das fundamentale Bild intakt. Das Silver Institute rechnet 2026 mit dem sechsten Defizitjahr in Folge. Rund 70 Prozent des Silbers stammen als Nebenprodukt aus anderen Minen, primäre Silberproduzenten kämpfen mit sinkenden Erzgehalten und steigenden Kosten. Gleichzeitig wächst die Nachfrage: Die Photovoltaikindustrie verbraucht jährlich über 230 Millionen Unzen, Elektrofahrzeuge benötigen bis zu 50 Gramm pro Fahrzeug.
Banken sehen weiteres Potenzial
Analysten bleiben zuversichtlich. Eine Bank prognostiziert einen Durchschnittspreis von 81 US-Dollar für 2026, hält aber bei starken Investitionszuflüssen mehr für möglich. Die Deutsche Bank spekuliert sogar auf 100 US-Dollar bis Jahresende, falls der Edelmetallkomplex weiter anzieht. UBS hebt die robuste Nachfrage aus Solar-, Elektronik- und Elektrifizierungstechnologien hervor.
Das Gold-Silber-Verhältnis liegt aktuell bei 60,64 – ein Wert, der historisch betrachtet Spielraum für weitere Kursgewinne bei Silber lässt. Der übergeordnete Aufwärtstrend seit Ende 2025 ist intakt, auch wenn der Markt weiterhin sensibel auf Dollar-Bewegungen und Zinserwartungen reagiert.
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