Silber: Gold-Silber-Ratio rückt in den Fokus

Der Silberpreis bewegt sich um 81 US-Dollar, während Analysten die Gold-Silber-Ratio und ein anhaltendes Marktdefizit als zentrale Preistreiber bewerten.

Die Kernpunkte:
  • Gold-Silber-Ratio als aktueller Bewertungsfokus
  • Fünftes Jahr in Folge mit Marktdefizit
  • Starke Nachfrage aus Photovoltaik und E-Mobilität
  • Fed-Zinsentscheid als kurzfristiger Kursmotor

Der Silberpreis pendelt am heutigen Fed-Entscheidungstag um die Marke von 81 US-Dollar — und liefert damit einen ungewöhnlichen Blickwinkel auf das Verhältnis zwischen den beiden Edelmetallen. Denn während der Markt die Zinsentscheidung als kurzfristigen Treiber einpreist, rückt ein strukturelles Bewertungsthema in den Vordergrund: die Gold-Silber-Ratio.

J.P. Morgan hat seine Jahresdurchschnittsprognose für 2026 zuletzt auf 81 US-Dollar je Unze angehoben — ein deutlicher Schritt gegenüber der früheren Schätzung von 56,30 Dollar. Die Quartalsprojektionen reichen von 84 Dollar im ersten bis 85 Dollar im vierten Quartal. Im bisherigen Jahresverlauf liegt Silber bereits rund 12 Prozent im Plus, gegenüber dem Vorjahresniveau entspricht das einem Anstieg von mehr als 46 Dollar je Unze.

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Was die Gold-Silber-Ratio verrät

Die Metallresearch-Abteilung der Bank of America hat historische Ratio-Kompressionen ausgewertet und daraus ein Szenariospektrum abgeleitet: 135 Dollar je Unze bei einem Ratio-Tief von 32:1 — dem Stand aus dem Jahr 2011 — bis zu 309 Dollar beim Hunt-Brothers-Extrem von 14:1 aus dem Jahr 1980. Diese Szenarien sind ausdrücklich keine Basisprognosen, sondern Orientierungsmarken für mögliche Bewertungsverschiebungen.

Dass diese Ratio gerade jetzt Aufmerksamkeit bekommt, ist kein Zufall. Der US-Dollar und Anleiherenditen haben zuletzt nachgegeben, unter anderem wegen sinkender Ölpreise — was Silber Rückenwind verschaffte. Gleichzeitig erwartet der Markt mit einer Wahrscheinlichkeit von 99,2 Prozent, dass die Fed die Zinsen bei 3,50 bis 3,75 Prozent belässt.

Strukturelles Defizit als Preisanker

Unabhängig vom heutigen Zinsentscheid bleibt ein Faktor bemerkenswert: Silber befindet sich im fünften aufeinanderfolgenden Defizitjahr. Zwischen 2021 und 2026 summiert sich der kumulative Fehlbetrag auf rund 820 Millionen Unzen — bei einer Minenproduktion, die weitgehend stabil bei rund 813 Millionen Unzen verharrt. Die Förderung reagiert kaum auf den Silberpreis selbst, weil sie überwiegend als Nebenprodukt der Basismetallindustrie anfällt.

Auf der Nachfrageseite treiben Photovoltaik und Elektromobilität den Verbrauch strukturell an. Elektrofahrzeuge benötigen 25 bis 50 Gramm Silber pro Fahrzeug. Für 2026 prognostizieren Analysten ein Angebotsdefizit von 67 Millionen Unzen.

Ein Reuters-Konsens vom Februar sieht den Jahresdurchschnittspreis bei 79,50 Dollar, nennt aber schwächere Industrie- und Schmucknachfrage als potenzielle Bremsklötze. Der heutige Fed-Beschluss — die vorletzte Sitzung unter Jerome Powell — dürfte den kurzfristigen Kurs bestimmen. Die meisten Analysten rechnen damit, dass die Zinsen bis in die zweite Jahreshälfte 2026 unverändert bleiben, was den Spielraum für größere Impulse vorerst begrenzt.

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