Silber: Historische Turbulenzen!

Nach einem Absturz um fast 50 Prozent vom Rekordhoch erholt sich der Silberpreis, getrieben von geopolitischen Spannungen und einem chronischen Angebotsdefizit. Die Nachhaltigkeit der Rally bleibt fraglich.

Die Kernpunkte:
  • Fast 50-prozentiger Sturz vom Allzeithoch
  • Geopolitische Konflikte befeuern aktuelle Rally
  • Sechstes Jahr in Folge mit Angebotsdefizit
  • Zinsentscheidung der Fed als nächster Preistreiber

Hinter Anlegern liegt eines der wildesten Quartale der Geschichte des Edelmetalls. Nach einem Absturz um fast 50 Prozent vom Allzeithoch kämpft sich der Kurs zurück, getrieben von geopolitischen Eskalationen im Nahen Osten und einem chronischen Angebotsdefizit. Doch ist die jüngste Erholung nachhaltig oder droht angesichts der extremen Volatilität der nächste Rücksetzer?

Einbruch nach Rekordhoch

Der Markt erlebte zuletzt extreme Ausschläge. Nachdem der Silberpreis Ende Januar 2026 ein historisches Rekordhoch von rund 121 US-Dollar markiert hatte, sorgten veränderte Rahmenbedingungen für einen brutalen Abverkauf. Auslöser waren primär erhöhte Margin-Anforderungen der CME. Diese zwangen spekulative Investoren dazu, ihre gehebelten Positionen aufzulösen. Die Folge war ein Kurssturz um fast 47 Prozent bis Anfang Februar. Heute notiert die Feinunze wieder bei rund 84,80 US-Dollar, was einer Erholung von gut 30 Prozent vom zwischenzeitlichen Tief entspricht.

Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei Silber Preis?

Geopolitik und physische Knappheit

Treibstoff für die aktuelle Gegenbewegung liefert die explosive geopolitische Lage. Die faktische Schließung der Straße von Hormuz nach militärischen Konflikten zwischen den USA, Israel und dem Iran weckte die Nachfrage nach sicheren Häfen massiv. Kurzzeitig kletterte der Preis daraufhin wieder über die Marke von 95 US-Dollar.

Unabhängig von diesen externen Schocks stützt die fundamentale Knappheit den Boden. Das Silver Institute erwartet für 2026 das sechste Defizit-Jahr in Folge. Seit 2021 fehlen dem Markt kumuliert über 820 Millionen Unzen – eine Menge, die einer kompletten Jahresproduktion aller Minen weltweit entspricht. Da neue Projekte bis zu 15 Jahre Vorlaufzeit benötigen und Branchenschwergewichte wie Fresnillo ihre Förderziele senkten, ist keine schnelle Ausweitung des Angebots in Sicht. Die Situation am Terminmarkt spitze sich zuletzt so weit zu, dass ein massiver Verkaufsauftrag mangels deckungsgleicher Lagerbestände einen Handelsstopp an der CME auslöste.

Politische Unsicherheit und Zinswende

Neben der physischen Verknappung durch die Industrie – allein Solar- und E-Auto-Sektor binden enorme Mengen – rückt die Handelspolitik in den Fokus. Eine Untersuchung der US-Regierung unter „Section 232“ zu Importen kritischer Mineralien läuft bis zum 13. Juli 2026. Zwar gelten aktuell noch keine neuen Zölle, doch Präsident Trump behält sich Importbeschränkungen vor, sollten laufende Verhandlungen scheitern.

Analysten von J.P. Morgan prognostizieren für das laufende Jahr einen Durchschnittspreis von 81 US-Dollar. Die weitere Richtung wird kurzfristig maßgeblich von der nächsten Sitzung der Federal Reserve am 18. März abhängen, für die der Markt Zinssenkungen und deren Auswirkungen auf den US-Dollar neu bewertet.

Silber Preis: Kaufen oder verkaufen?! Neue Silber Preis-Analyse vom 5. März liefert die Antwort:

Die neusten Silber Preis-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Silber Preis-Investoren. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 5. März erfahren Sie was jetzt zu tun ist.

Silber Preis: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...

Diskussion zu Silber Preis