Silber: Kurs unter Druck!
Der Silberpreis fällt trotz geopolitischer Spannungen, da Investoren in den US-Dollar flüchten. Gleichzeitig zeigt ein neuer Bericht ein sechstes Defizitjahr und schwindende Lagerbestände.

- Kurs fällt unter wichtige Marke von 80 US-Dollar
- Sechstes Defizitjahr in Folge erwartet
- Lagerbestände schmelzen seit 2021 rapide
- Industrielle Nachfrage auf Vier-Jahres-Tief
Starke Krisen, schwache Kurse – beim Silber klaffen Realität und Lehrbuch derzeit auseinander. Das Edelmetall rutschte am Montag unter die wichtige Marke von 80 US-Dollar. Ein Minus von 1,7 Prozent drückt den Preis auf rund 79,30 US-Dollar pro Feinunze. Die jüngste Achterbahnfahrt am Markt geht damit nahtlos weiter.
Der Dollar als Spielverderber
Auslöser der Nervosität ist der Nahe Osten. Der Iran hat die Straße von Hormus für Handelsschiffe gesperrt. Zuvor hatten US-Streitkräfte ein iranisches Frachtschiff im Golf von Oman beschlagnahmt. Eigentlich treiben solche Konflikte die Preise für Edelmetalle nach oben.
Diesmal flüchten Investoren jedoch in den US-Dollar. Die amerikanische Währung gilt in akuten Krisen als sicherer Hafen. Hinzu kommen steigende Energiepreise. Sie dämpfen die globalen Wachstumsaussichten und drücken damit die industrielle Nachfrage nach Silber.
Leere Lagerhallen
Hinter den kurzfristigen Schwankungen verbirgt sich ein handfestes Problem. Der neue World Silver Survey zeigt eine strukturelle Knappheit. Demnach erlebt der Markt das sechste Defizitjahr in Folge. Experten erwarten für 2026 eine Angebotslücke von 46,3 Millionen Unzen.
Besonders die langfristige Entwicklung der Lagerbestände alarmiert Marktbeobachter. Seit 2021 flossen rund 762 Millionen Unzen aus den weltweiten Reserven ab. Nur so ließ sich die Lücke zwischen Förderung und Verbrauch schließen. Dieser Puffer schmilzt rasant. Die Folge: Plötzliche Engpässe am physischen Markt werden immer wahrscheinlicher.
Industrie schwächelt, Anleger kaufen
Die Nachfrage spaltet sich derzeit in zwei Lager. Die industrielle Verarbeitung fällt auf ein Vier-Jahres-Tief. Gestörte Lieferketten und wirtschaftliche Sorgen bremsen die Produktion. Parallel dazu greifen private Käufer massiv zu. Die Nachfrage nach Münzen und Barren soll dieses Jahr um 18 Prozent steigen. Vor allem die USA und Indien treiben diesen Trend.
Auf dem Chart sucht Silber nun nach Halt. Nach dem Rekordhoch im Januar baut der Kurs seinen überkauften Zustand ab. Analysten machen den Bereich um 79 US-Dollar als entscheidende Unterstützung aus. Bricht diese Marke, drohen kurzfristig weitere Verkäufe. Gelingt die Rückkehr über 80 US-Dollar, rückt eine Stabilisierung in greifbare Nähe.
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