Silber Preis: 15 Prozent Monatsverlust durch Fed-Schock

Hawkishe Fed-Signale und steigende Anleiherenditen lassen den Silberpreis einbrechen. Der US-Dollar-Index klettert auf neue Höchststände.

Die Kernpunkte:
  • Silber fällt um rund zwei Prozent
  • Fed signalisiert mögliche Zinserhöhung
  • US-Dollar steigt auf Jahreshoch
  • Geopolitische Entspannung verpufft

Der US-Iran-Deal sollte die Märkte beruhigen. Stattdessen schickt die US-Notenbank den Silberpreis auf Talfahrt. Ein falkenhafter Schwenk der Fed treibt die Anleiherenditen nach oben und beendet die jüngste Edelmetall-Rallye abrupt.

Am Freitag fiel die Feinunze auf 64,26 US-Dollar. Das markiert einen Tagesverlust von rund zwei Prozent. Auf Monatssicht büßte Silber damit etwa 15 Prozent ein.

Der Auslöser für diesen Druck liegt in Washington. Die US-Notenbank hielt den Leitzins auf ihrer jüngsten Sitzung zwar stabil. Parallel dazu strich sie ihre Präferenz für Zinssenkungen. Neun von neunzehn Ausschussmitgliedern halten nun eine Zinserhöhung im Jahr 2026 für wahrscheinlich.

Falkenhafte Fed treibt Renditen

Fed-Chef Kevin Warsh machte die Prioritäten deutlich. Preisstabilität bleibt das oberste Ziel. Die Inflation verharrt seit Jahren über der Zielmarke. Konkrete Hinweise zum nächsten Zinsschritt gab Warsh nicht. Die Märkte reagierten dennoch heftig.

Die Folge: Der US-Dollar-Index kletterte auf neue Jahreshöchststände. Im gleichen Schritt sprangen die zweijährigen Treasury-Renditen über die Vier-Prozent-Marke. Diese Entwicklung belastet das zinslose Edelmetall direkt. Die Opportunitätskosten für Anleger steigen massiv an.

Die Markterwartungen haben sich rasant gedreht. Laut CME FedWatch Tool preisen Händler nun eine Wahrscheinlichkeit von 85 Prozent für eine Zinserhöhung im Dezember ein. Vor der Stellungnahme lag dieser Wert bei 61 Prozent.

Geopolitische Entspannung verpufft

Diese geldpolitische Härte überschattet eine eigentlich positive Nachricht. US-Präsident Donald Trump und der iranische Präsident Masoud Pezeshkian haben ein Friedensabkommen unterzeichnet. Die Straße von Hormus soll innerhalb von 30 Tagen wieder vollständig öffnen.

Dieser Durchbruch ließ die globalen Ölpreise sinken. Die Sorgen vor einer energiegetriebenen Inflation nahmen ab. Silber profitierte davon zunächst stark. Nach einem Zyklustief Mitte Juni erlebte das Edelmetall eine scharfe Rallye. Die hawkishen Fed-Signale machten diese Gewinne nun zunichte.

Kurzfristig bleibt das Umfeld für Silber schwierig. Der starke US-Dollar und hohe Anleiherenditen deckeln das Aufwärtspotenzial. Solange die Zinsperspektive nach oben zeigt, lasten die fehlenden laufenden Erträge schwer auf dem Kurs. Ein nachhaltiger Ausbruch über die 65-Dollar-Marke erfordert nun zwingend schwächere US-Konjunkturdaten.

Anzeige

Silber Preis: Kaufen oder verkaufen?! Neue Silber Preis-Analyse vom 19. Juni liefert die Antwort:

Die neusten Silber Preis-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Silber Preis-Investoren. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 19. Juni erfahren Sie was jetzt zu tun ist.

Silber Preis: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...

Diskussion zu Silber Preis