Silber Preis: 2,12 Prozent Minus vor Fed

Das Edelmetall Silber notiert schwankend vor der Fed-Sitzung. Ein starker Dollar und hohe Realzinsen belasten den Kurs, während die Märkte auf die Zinsentscheidung warten.

Die Kernpunkte:
  • Silberkurs schwankt um 57,47 Dollar
  • Fester Dollar belastet Edelmetallnachfrage
  • Fed-Entscheidung als wichtiger Impulsgeber
  • Ölpreise sinken nach Waffenruhe

Silber schwankt heftig – und die Fed hält die Fäden in der Hand. Am Dienstag notiert das Edelmetall bei rund 57,47 Dollar je Feinunze. Ein festerer Dollar drückt den Kurs, kurz bevor die US-Notenbank ihre Zinsentscheidung verkündet.

Starker Dollar bremst die Nachfrage

Gold und Silber werden weltweit in Dollar gehandelt. Ein stärkerer Greenback macht sie für Käufer mit anderen Währungen teurer. Die Folge: internationale Investoren verkaufen.

Auch die Realzinsen bleiben stabil. Sie sind um die Inflation bereinigt und zeigen, wie teuer es ist, Silber ohne laufende Erträge zu halten. Bleiben sie hoch, schrecken sie neue Käufer ab.

Am Vortag pendelte Silber zwischen 57 und 59 Dollar je Feinunze.

Der Kurs brach dann kräftig ein: ein Minus von 2,12 Prozent auf 57,19 Dollar. Händler werteten das als klares Abwärtssignal nach den jüngsten Gewinnen.

Fed-Sitzung als Wendepunkt

Am Mittwoch endet die zweitägige Sitzung der Federal Reserve. Die Entscheidung gilt als kurzfristiger Kurstreiber für Silber und Gold. Am Dienstag rutschte Gold in der asiatischen Handelssession näher an die Marke von 4.050 Dollar.

Ein bullischer Dollar drückte den Goldpreis. Die Abwärtsbewegung blieb aber begrenzt. Trader warten auf das Ergebnis der Fed-Sitzung.

Parallel dazu sackten die Ölpreise ein. Grund war eine Waffenruhe zwischen den USA und dem Iran am Wochenende. Sie linderte Inflationssorgen und dämpfte Wetten auf weitere Zinsschritte der Fed.

Diese Dynamik zeigte sich bereits am Montag deutlich. Silber kletterte um mehr als 2 Prozent auf rund 60 Dollar. Der Kurs entfernte sich damit von seinem Acht-Monats-Tief.

Die Märkte preisen aktuell eine Wahrscheinlichkeit von rund 30 Prozent für eine Zinserhöhung in dieser Woche ein. Für September liegt die Wahrscheinlichkeit bei rund 80 Prozent.

Ein Jahr der Extreme

Der aktuelle Rückgang reiht sich in ein turbulentes Börsenjahr ein. Im Januar markierte Silber mit rund 118 Dollar ein Allzeithoch. Bis Ende Juni fiel der Kurs auf ein Halbjahrestief um 57 Dollar.

Seit Jahresbeginn steht dennoch ein Minus von 16,39 Prozent zu Buche. Das zeigt: Die Erholung der vergangenen Wochen macht die Verluste aus dem ersten Halbjahr nicht wett.

Auch das Verhältnis zwischen Gold und Silber verändert sich. Es zeigt, wie viele Unzen Silber eine Unze Gold aufwiegen. Am Montag lag die Kennzahl bei 68,93, nach 69,73 am Freitag.

Dollar bleibt Schlüsselfaktor

Bleibt die Fed bei unveränderten Zinsen, könnte das Silber kurzfristig entlasten. Die Entwicklung des Dollars bleibt aber der entscheidende Faktor für die kommenden Handelstage. Hält die Dollarstärke an, dürfte sich die Erholung beim Silberpreis verzögern.

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