Silber Preis: 24,5 Millionen Unzen an einem Tag
Der Silberkurs fiel zuletzt, während COMEX-Lagerdaten und starke physische Nachfrage auf anhaltende Engpässe beim verfügbaren Angebot hindeuten.

- Silberkurs gibt um 1,1 Prozent nach
- COMEX meldet 338,1 Millionen Unzen
- Registered-Bestände steigen auf 101,3 Millionen
- Physische Nachfrage soll um 18 Prozent wachsen
Der Silbermarkt richtet den Blick auf die Lagerbestände der COMEX, während der Kurs am Freitag um 1,1 Prozent nachgab und bei 66,82 US-Dollar je Feinunze schloss. Anfang September wurden Daten zu den Lagerhausbeständen veröffentlicht, die auf eine angespannte physische Versorgungslage hindeuten – ein Kontrast zur jüngsten Kursschwäche.
Große Mengen wechseln den Besitzer
An der COMEX lagern in zertifizierten Lagerhäusern rund 338,1 Millionen Unzen Silber. Bemerkenswert ist die Bewegung Anfang September: Am 1. September wurden 4.904 Silber-Futures gestellt und genommen, was einer physischen Menge von 24,5 Millionen Unzen entspricht. Solche Volumina an einem einzigen Tag gelten als Signal für konkreten Lieferbedarf großer Marktteilnehmer, nicht für rein spekulatives Positionieren.
Zusätzlich verweisen die Daten auf einen Anstieg der „Registered“-Bestände – jener Menge, die zur sofortigen Auslieferung bereitsteht – um 1,6 Millionen Unzen gegenüber dem Vormonat, auf nunmehr 101,3 Millionen Unzen. Für Anleger ist diese Kategorie besonders relevant, weil sie den tatsächlich verfügbaren Puffer abbildet, sollte die Nachfrage nach physischer Lieferung weiter steigen.
Angebotsseite bleibt strukturell angespannt
Die Bewegungen an der COMEX fügen sich in ein größeres Bild ein: Seit Januar 2026 gelten chinesische Exportbeschränkungen für Silber, die das globale Angebot zusätzlich verknappen. Diese regulatorische Hürde trifft auf einen Markt, der ohnehin unter strukturellem Defizit leidet – ein Zustand, der laut Silver Institute bereits im sechsten Jahr in Folge anhält.
Auf der Nachfrageseite zeichnet sich eine Verschiebung ab. Während die Schmuckfabrikation rückläufig ist, verzeichneten Münzen- und Barrenverkäufe im vergangenen Jahr einen Anstieg um 14 Prozent, begleitet von Nettozuflüssen in börsengehandelte Produkte von 68,3 Millionen Unzen. Diese physische Investitionsnachfrage dürfte im laufenden Jahr laut Prognosen des Silver Institute nochmals um 18 Prozent zulegen – das höchste Niveau seit 2022.
Kurzfristige Belastungsfaktoren überlagern langfristige Knappheit
Kurzfristig dominieren jedoch andere Kräfte das Preisgeschehen. Gestiegene Ölpreise infolge der Eskalation in der Straße von Hormuz schürten zuletzt Inflationssorgen und stärkten Wetten auf eine restriktivere Fed-Politik – ein Umfeld, das Edelmetalle typischerweise belastet.
Der Silberpreis notiert derzeit 6,7 Prozent über seinem 50-Tage-Durchschnitt von 62,61 US-Dollar, was auf eine intakte kurzfristige Aufwärtstendenz trotz der jüngsten Rücksetzer hindeutet.
Für Marktteilnehmer ergibt sich damit ein zweigeteiltes Bild: Während makroökonomische Faktoren wie Zinserwartungen den Kurs von Tag zu Tag bewegen, signalisieren die physischen Lagerdaten an der COMEX eine Angebotsknappheit, die sich nicht kurzfristig auflösen dürfte. Die Kluft zwischen Papierpreis und physischer Verfügbarkeit bleibt damit ein zentrales Beobachtungsthema für Investoren, die über die täglichen Kursschwankungen hinausblicken.
Silber Preis: Kaufen oder verkaufen?! Neue Silber Preis-Analyse vom 8. September liefert die Antwort:
Die neusten Silber Preis-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Silber Preis-Investoren. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 8. September erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
Silber Preis: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...




