Silber Preis: 25 Prozent Verlust in 30 Tagen
Silber schließt mit Tagesplus von 6,2 Prozent, bleibt aber unter Druck durch Inflations- und Zinsängste.

- Wochenverlust trotz deutlicher Tageserholung
- EZB-Zinswende und US-Inflationsdaten belasten
- Fed-Sitzung und Dot Plot als nächster Impulsgeber
- Gold-Silber-Ratio signalisiert mögliche Trendwende
Silber hat eine turbulente Woche hinter sich. Der Preis schloss am Freitag bei 67,45 US-Dollar — ein Tagesplus von 6,2 Prozent, das aber nicht darüber hinwegtäuscht: Über 30 Tage hat das Metall fast ein Viertel seines Werts verloren.
Der Freitags-Rebound kam nicht aus dem Nichts. Meldungen über einen möglichen US-Iran-Friedensdeal sorgten für Erleichterung. US-Präsident Trump deutete ein Abkommen noch am Wochenende an. Teheran hat sich bislang nicht festgelegt.
Inflation und Zinsangst drücken auf die Stimmung
Zwei Kräfte belasten Silber strukturell. Die Europäische Zentralbank hob am Donnerstag erstmals seit 2023 die Zinsen an und revidierte ihre Inflationsprognosen nach oben. In den USA stiegen die Erzeugerpreise im Mai um 6,5 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Der Verbraucherpreisindex kletterte auf 4,2 Prozent — der höchste Stand seit April 2023.
Die Folge: Die Märkte preisen eine Wahrscheinlichkeit von 70 Prozent für mindestens eine US-Zinserhöhung bis Dezember ein. Höhere Zinsen dämpfen die monetäre Nachfrage nach Silber. Industrielle Käufer hingegen reagieren nicht auf Fed-Entscheidungen — ihre Nachfrage läuft unabhängig weiter.
Fed-Sitzung als nächster Prüfstein
Das FOMC-Treffen am 16. und 17. Juni wird zur Nagelprobe. Es ist Kevin Warschs erste Sitzung als Fed-Vorsitzender. Eine Zinsänderung erwartet niemand — der neue Dot Plot ist die eigentliche Unbekannte. Er ist das erste Projektions-Update seit Beginn des Iran-Konflikts, der Öl über 80 US-Dollar trieb. Wie die Fed ihre Inflationserwartungen anpasst, entscheidet über die Richtung.
Das Gold-Silber-Ratio gibt indes einen Hinweis auf die relative Lage. Es stieg von 55,16 im Mai auf rund 63,9 — Silber ist damit deutlich günstiger geworden als Gold. Historisch hat ein Ratio zwischen 60 und 70 häufig eine Silber-Outperformance in Erholungsphasen eingeleitet.
Strukturelle Nachfrage als Gegengewicht
Jenseits der kurzfristigen Turbulenzen stützen Fundamentaldaten den Markt. Der globale Silbermarkt befindet sich laut Silver Institute im sechsten Defizitjahr in Folge. Sektoren wie Elektrofahrzeuge, Rechenzentren und künstliche Intelligenz sollen die industrielle Nachfrage bis 2030 treiben.
Einschränkung: Die Photovoltaik-Industrie wird 2026 weniger Silber verbrauchen. Hersteller kämpfen mit Überkapazitäten und sinkenden Modulpreisen. Der Solarbereich fällt damit als kurzfristiger Nachfragetreiber aus.
Silber notiert aktuell rund 11 Prozent unter seinem 50-Tage-Durchschnitt und fast 45 Prozent unter dem Jahreshoch von 121,78 US-Dollar. Ob der Dot Plot am 17. Juni Entwarnung gibt oder neue Zinserhöhungssignale sendet, wird zeigen, ob die Stabilisierung trägt.
Silber Preis: Kaufen oder verkaufen?! Neue Silber Preis-Analyse vom 13. Juni liefert die Antwort:
Die neusten Silber Preis-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Silber Preis-Investoren. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 13. Juni erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
Silber Preis: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...




