Silber Preis: 2,84 Prozent auf 67,06 Dollar

Silber steigt auf den höchsten Stand seit Juni, getrieben von sinkenden Inflationserwartungen und einem schwächeren Dollar. Die CME weitet den Handel aus.

Die Kernpunkte:
  • Silberpreis steigt auf Jahreshoch
  • US-Inflationsdaten schwächen Dollar
  • CME plant 24/7-Silberhandel
  • Technische Hürde bei 67 Dollar

Schwächere US-Inflationsdaten setzen den Dollar unter Druck. Silber profitiert sofort davon.

Am Mittwoch schießt der Preis auf den höchsten Stand seit Juni. Der Spotpreis klettert im Handelsverlauf um rund 2,84 Prozent auf etwa 67,06 US-Dollar je Feinunze. Das Gold-Silber-Verhältnis verengt sich zeitgleich auf einen Wert von etwa 66.

Inflationsdaten entlasten die Märkte

Das Bureau of Labor Statistics meldet für Juli einen CPI-Anstieg von nur 0,1 Prozent zum Vormonat. Die Jahresrate sinkt auf 3,4 Prozent, nach 3,5 Prozent im Vormonat. Vor allem sinkende Benzinpreise um 2,9 Prozent beruhigen die Sorgen der Anleger.

Die schwächeren Zahlen dämpfen die Erwartung einer weiteren Zinserhöhung im September. Marktbeobachter sehen die Wahrscheinlichkeit für einen Zinsschritt nun bei nur noch rund 48 Prozent. Die Renditen zehnjähriger US-Staatsanleihen geben in Richtung 4,7 Prozent nach.

Damit sinken die Opportunitätskosten für zinslose Anlagen wie Silber. Das Metall wird gegenüber verzinsten Anlagen attraktiver.

CME weitet den Handel aus

Die CME Group will ab September den Handel mit 100-Unzen-Silber-Futures auf einen 24/7-Rhythmus umstellen. Die Börse reagiert damit auf die steigende Nachfrage und die hohe Volatilität im asiatischen und europäischen Handel.

Auch die physische Nachfrage bleibt robust. Händler berichten von stetigen Käufen bei Silbermünzen. Geopolitische Unsicherheiten im Nahen Osten treiben zusätzlich die Nachfrage nach Silber als Absicherung.

Psychologische Marke im Blick

Silber nimmt mit dem heutigen Sprung eine wichtige technische Hürde. Analysten beobachten: In Phasen nachlassender Dollar-Stärke entwickelt Silber oft mehr Dynamik als Gold. Industrielle Nachfrage aus der Solarbranche und geldpolitischer Rückenwind verstärken sich derzeit gegenseitig.

Ob der Trend anhält, hängt vor allem vom US-Arbeitsmarkt und kommenden Fed-Kommentaren ab. Kurzfristig bleibt die Marke von 67 US-Dollar der entscheidende Widerstand.

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