Silber Preis: 4,2 Prozent Minus auf 67,09 Dollar
Silber verbilligt sich am Freitag um 4,2 Prozent, bleibt auf Monatssicht aber im Plus. Angebotsdefizit und US-Schuldenlage stützen längerfristig.

- Feinunze sinkt auf 67,09 US-Dollar
- August-Gewinn übersteigt 20 Prozent
- Makrodaten lösen stärkere Schwankungen aus
- Strukturelles Angebotsdefizit bleibt unterstützend
Silber hat am Freitag einen kräftigen Rücksetzer erlitten. Der Preis je Feinunze fiel um 4,2 Prozent auf 67,09 US-Dollar und gab damit einen Teil der kräftigen Gewinne der vergangenen Wochen wieder ab. Auf Wochensicht steht damit ein Minus von 2,8 Prozent zu Buche.
Nach starkem August-Lauf folgt Konsolidierung
Der Rückschlag kommt nach einer bemerkenswerten Aufwärtsbewegung. Silber hatte im August laut Reuters kurzzeitig die Marke von 70 US-Dollar je Feinunze durchbrochen und war im Monatsverlauf um mehr als 20 Prozent gestiegen.
Reuters führte die Rally bei Edelmetallen auf einen schwächeren Dollar sowie den US-Treasury-Rückkaufplan als stützende Faktoren zurück. Auch Euronews berichtete von einem August-Plus von rund 20 Prozent und nannte Sorgen über die US-Schuldenlage als treibende Kraft hinter der Verunsicherung an den Märkten.
Trotz des jüngsten Einbruchs bleibt der Preis auf Sicht von 30 Tagen mit einem Plus von 16 Prozent deutlich im Aufwärtstrend. Das unterstreicht, dass es sich beim Rücksetzer vom Freitag eher um eine Verschnaufpause nach einer sehr dynamischen Phase handelt als um eine grundlegende Trendwende.
Makrodaten als Belastungsfaktor
Die Marktberichterstattung hatte Silber bereits vor den Jackson-Hole-Tagen vom 27. bis 29. August und den erwarteten US-PCE-Daten als anfällig für weitere Impulsbewegungen aus der Makro-Ecke beschrieben. Genau das scheint sich nun bewahrheitet zu haben: Der scharfe Tagesverlust am Freitag fällt in exakt dieses Zeitfenster erhöhter Datenabhängigkeit.
Auf Jahressicht bleibt Silber dennoch tief im Minus. Die Entwicklung seit Jahresanfang liegt bei minus 5,0 Prozent – ein Kontrast zur zwölfmonatigen Bilanz, die mit einem Plus von 69 Prozent die enorme Bandbreite zeigt, die das Edelmetall in diesem Zeitraum durchlaufen hat.
Fundamentale Stützen bleiben intakt
Unabhängig von der kurzfristigen Volatilität verwies die Marktberichterstattung bereits Mitte August auf ein strukturelles Angebotsdefizit bei Silber als fundamentalen Unterstützungsfaktor. Dieses Argument dürfte auch nach dem jüngsten Rücksetzer weiter Bestand haben, da es unabhängig von kurzfristigen Dollar- oder Zinsbewegungen wirkt.
Für Anleger bleibt die Gemengelage komplex: Die kurzfristige Reaktion auf Makrodaten sorgt für scharfe Ausschläge, während strukturelle Faktoren wie das Angebotsdefizit und die Diskussion um die US-Schuldenlage das Edelmetall längerfristig stützen könnten. Der Rücksetzer vom Freitag zeigt vor allem, wie nervös der Markt nach der steilen August-Rally reagiert, sobald neue Datenpunkte anstehen.
Silber Preis: Kaufen oder verkaufen?! Neue Silber Preis-Analyse vom 30. August liefert die Antwort:
Die neusten Silber Preis-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Silber Preis-Investoren. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 30. August erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
Silber Preis: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...




